Amazon: Streik in Lagern in Rheinberg und Werne

Bild zu Verdi ruft erneut zu Arbeitsniederlegungen bei Amazon auf

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat die Beschäftigten an sechs Standorten des Versandhandelskonzerns Amazon für Montag und Dienstag zum Streik aufgerufen. Der Onlinehändler hatte sich bei früheren Aktionen und Streikaufrufen der Gewerkschaft gelassen gezeigt.

Verdi fordert den Abschluss eines Tarifvertrags, um den Gesundheitsschutz und die Sicherheit der Beschäftigten abzusichern.

"Wir verschärfen die Gangart, denn Amazon zeigt bislang keine Einsicht und gefährdet die Gesundheit der Beschäftigten zugunsten des Konzernprofits", erklärt dazu Orhan Akman, bei Verdi verantwortlich für den Einzel- und Versandhandel. Er verweist auf die jüngsten Coronavirus-Ausbrüche an Standorten wie Bad Hersfeld. "Nach unseren Informationen haben sich dort mindestens 30 bis 40 Kolleginnen und Kollegen infiziert", sagte Akman.

Das gefährdet die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten, ihrer Familien und der Anwohner. Dabei werde man auch im Ausstand auf die Vermeidung von Ansteckungen achten. "Das wird ein Streik unter besonderen Bedingungen und in besonderen Formen", kündigt Akman an. Streiks hätten in Bad Hersfeld und Koblenz, in Rheinberg und Werne sowie in Leipzig begonnen, teilte die Gewerkschaft am Montag mit. Außerdem verlangt Verdi in dem seit über sieben Jahren andauernden Tarifkonflikt mit dem Online-Händler die Anerkennung der regionalen Flächentarifverträge des Einzel- und Versandhandels. Hierbei möchte man den Druck erhöhen und die Kampagne für den Tarifvertrag "Gute und gesunde Arbeit" fortsetzen. Eine offizielle Stellungnahme zu den Arbeitsniederlegungen gibt es nicht. Bundesweit hat Amazon 13 Logistikstandorte mit rund 13 000 Festangestellten. "Dies führt bei vielen zu Atemproblemen, die sich bei steigenden Temperaturen in den Lagerhallen verschlimmern". Hierbei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um die Gesundheit der Mitarbeiter. "Darüber sind die Beschäftigten besonders empört", so Middeke.

"Während die Belastungen für die Beschäftigten durch Sonderangebote und höheres Bestellvolumen steigen, hat Amazon die zwei Euro mehr pro Stunde, die als Corona-Bonus gezahlt wurden, ab Juni gestrichen".

Die Streikerfassung soll coronagerecht in einer Art Drive-in-System am Parkplatz beim Aquafit erfolgen.

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