Corona-Eklat in Gütersloh: Uli Hoeneß nimmt Clemens Tönnies in Schutz

Uli Hoeneß, Ehrenpräsident des FC Bayern München

Es war am Sonntagabend der 60. Auftritt von Uli Hoeneß im "Blickpunkt Sport", zugleich der erste ohne Fans im Studio. Es sind gewöhnungsbedürftige Zeiten, auch im Fußball, wenngleich sportlich alles den gewohnten Gang geht. "Denn der FC Bayern ist auch in dieser Krise gut gerüstet für die Zukunft". "Man kann jetzt nicht von den Leuten vom FC Bayern erwarten, dass sie nur halbtags arbeiten, damit die Bundesliga wieder spannend wird", sagte Hoeneß und prophezeite an die Adresse der in dieser Saison wieder mal erfolglosen Bayern-Jäger wie Borussia Dortmund oder RB Leipzig: "Es wird für die anderen auch in Zukunft schwierig werden, uns da oben runterzuholen".

Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß sieht in einer Gehaltsobergrenze kein Mittel für mehr Ausgeglichenheit im Fußball und hält ihn auch nicht für durchführbar. Der einstige Manager und Präsident des bayerischen Weltklubs pflegt bekanntlich auch zu politischen und gesellschaftlichen Themen eine klare Meinung zu vertreten. Mit "meiner Steuersache" meint Hoeneß seine Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung. Aber er wisse, dass er sich nicht zurückhalten könne, wenn der eine oder andere "Schwachsinn verzapfe". Dann braue sich wieder im Internet ein wochen- oder gar monatelanger Shitstorm zusammen, das sei es nicht wert.

Die Spieler des FC Bayern feiern die Meisterschaft nach dem Spiel gegen Wolfsburg. Hoeneß traut der Mannschaft auch das Triple

Uli Hoeneß traut seinem FC Bayern München nach dem Gewinn des 30. Meistertitels unter Anleitung von Trainer Hansi Flick auch das Triple zu. "Teilweise erinnert es mich an meine Zeit mit der Steuersache". "Wenn Fehler gemacht wurden, muss man dazu stehen, das tut er ja". Er gehe davon aus, dass er Dinge ändere, wenn es notwendig sei, so der Bayern-Ehrenpräsident weiter. "Aber dass man dann alles, was er so geleistet hat, was er für eine große Firma aufgebaut hat, jetzt plötzlich in Schutt und Asche redet, das kann es nicht sein". Die Firma in Nürnberg wird aber inzwischen seit vielen Jahren von seinem Sohn Florian geleitet. Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im Kreis Gütersloh hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Hoeneß forderte die Menschen in dem Zusammenhang zu mehr Dankbarkeit auf, die Diskussion um den Lockdown sei "Wahnsinn": "Wir müssen jeden Morgen glücklich sein, dass wir in diesem Land leben dürfen". "Wir tun alle gut daran, diszipliniert zu sein, bis der Impfstoff kommt", mahnte Hoeneß zur Geduld.

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