Ex-Wirecard-Vorstand Marsalek will sich nicht der Justiz stellen

Ex-Wirecard-Chef Markus Braun stellte sich bereits der Justiz. Doch wie WDR, NDR und "Süddeutsche Zeitung" nun berichten, ist der ehemalige Topmanager untergetaucht. Zunächst hieß es, Marsalek wolle nach München kommen.

Weder die Staatsanwaltschaft München noch sein Verteidiger äußerten sich zunächst zu dem Bericht.

Der laut deutschen Medienberichten per Haftbefehl gesuchte Österreicher Marsalek hält sich derweil möglicherweise in China auf. Allerdings zeigten die Videoaufzeichnungen des Flughafens nicht, dass Marsalek das Land verlassen habe, sagte Justizminister Menardo Guevarra dem Fernsehsender CNN Philippines. Euro fehlen und das Geld bei zwei philippinischen Banken vermutlich gar nicht existiert. Der Börsenkurs des Dax-Konzerns stürzte ab, das Unternehmen meldete Insolvenz an. Man werde eine "schnelle und gründliche" Untersuchung starten, um weitere involvierte Gesellschaften und Personen zu finden, sagte Mel Georgie Racela vom AMLC.

Von den Firmen war keine Stellungnahme zu erhalten. PayEasy antwortete nicht auf Emails, Telefone waren abgeschaltet. Der philippinische Zentralbankchef Benjamin Diokno, der der Geldwäschebehörde vorsteht, wollte sich nicht dazu äußern, welche Firmen und Personen noch untersucht würden. Er habe sechs Bankkonten für eine in Singapur ansässige Firma eröffnet, aber bis zum Bekanntwerden des Skandals nicht gewusst, dass sie für Wirecard waren, sagte er in einem Telefoninterview. "Ich bin ein Opfer von Identitätsdiebstahl und gefälschten Nachrichten". Worldline-Aktien legten an der Börse in Paris um 1,5 Prozent zu.

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