Medienbericht: Wirecard-Manager Marsalek will sich nicht der Justiz stellen

Weder die Staatsanwaltschaft München noch sein Verteidiger wollten sich demnach auf Anfrage äußern. Das meldeten "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR unter Berufung auf Kreise der Prozessbeteiligten.

Der laut deutschen Medienberichten per Haftbefehl gesuchte Österreicher Marsalek hält sich derweil möglicherweise in China auf. Zunächst hieß es, Marsalek wolle nach München kommen.

Wirecard hatte eingestanden, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen die angeblich auf Konten bei zwei philippinischen Banken liegen sollten.

Ex-Vorstand Marsalek: Nach China geflüchtet? Der Börsenkurs des DAX-Unternehmens stürzte ab. Allerdings zeigten die Videoaufzeichnungen des Flughafens nicht, dass Marsalek das Land verlassen habe, sagte Justizminister Menardo Guevarra dem Fernsehsender CNN Philippines.

Sein früherer Chef Markus Braun ist bereits letzte Woche festgenommen worden und ist nur aufgrund einer hohen Kaution wieder auf freiem Fuß. Man werde eine "schnelle und gründliche" Untersuchung starten, um weitere involvierte Gesellschaften und Personen zu finden, sagte Mel Georgie Racela vom AMLC der Nachrichtenagentur Reuters.

Von den Firmen war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten. Die Telefonnummer von Centurion war außer Betrieb. Die philippinische Zentralbank hatte erklärt, dass kein Geld von Wirecard in das Finanzsystem des Landes gelangt sei.

Der von Wirecard offenbar als Treuhänder eingesetzte philippinische Anwalt Mark Tolentino wies eine Verantwortung für die Pleite von Wirecard von sich. Auf den Konten sei nie mehr als ein paar Hundert Euro gewesen. "Ich möchte meinen Namen reinwaschen".

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