Airbus streicht 15.000 Arbeitsplätze

Die vierte A320-Endmontage-Linie in Hamburg Finkenwerder arbeitet mit einem hohen Grad an Automatisierung

Der Luftfahrtkonzern Airbus muss als Reaktion auf die COVID-19-Krise massiv Personal abbauen. Allein in Deutschland seien etwa 5.100 Stellen betroffen, teilte der Flugzeugbauer mit.

Die Luftfahrt-Branche befindet sich in einer tiefen Krise. Es werde erwartet, dass sich der Luftverkehr nicht vor 2023 erholen werde und möglicherweise erst 2025 wieder auf dem Niveau von vor Corona sein werde. In Deutschland sollen 5.100 Arbeitsplätze bei Airbus und dem Tochterunternehmen Premium Aerotec gestrichen werden.

Auch in anderen Ländern setzt der Konzern den Rotstift an: In Frankreich sollen 5000 Stellen wegfallen, in Spanien 900, 1700 in Großbritannien und 1300 an weiteren weltweiten Standorten.

Die Einzelheiten dieses Plans müssten noch mit den Sozialpartnern abgestimmt werden. Man schließe zwar betriebsbedingte Kündigungen nicht aus, wolle aber die sozialen Auswirkungen begrenzen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Bei den Großraumjets wie dem Airbus A330neo und dem Airbus A350 werde es voraussichtlich länger dauern. Der Airbus-Chef Guillaume Faury schloss Kündigungen nicht grundsätzlich aus, zumal sich durch eine zweite Corona-Welle die erhoffte Belebung wieder verschlimmern könnte. In Deutschland beschäftigt Airbus Zehntausende Mitarbeiter und hat zahlreiche Standorte - etwa in Hamburg-Finkenwerder und Bremen. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Derzeit sind viele fertige Flugzeuge geparkt. Da die Corona-Krise die Luftfahrtbranche aus allen Wolken geholt hat, werden auch wieder stellen gestrichen. Von der meistverkauften Baureihe A320 und ihrer Neuauflage A320neo sollen nur noch 40 Maschinen pro Monat gefertigt werden.

Nachdem Airbus die Flugzeugproduktion wegen der Krise bereits um rund ein Drittel zurückgefahren hatte, stellte Faury weitere Anpassungen in Aussicht. Die Gewerkschaft IG Metall warnte angesichts der geplanten Streichungen vor einem Kahlschlag. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hatte vor einigen Wochen ein 15 Mrd. In Frankreich arbeiten allein bei Airbus mit Schaltzentrale in Toulouse knapp 50.000 Menschen.

Volkswagen will ab Mittwoch die coronabedingte Kurzarbeit in seinen deutschen Werken vorerst beenden. In Dresden und Zwickau war bereits vor längerer Zeit die Kurzarbeit beendet worden.

Auch beim Autobauer BMW sank der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit.

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