Überschwemmungen in Japan: Zehntausende müssen Häuser verlassen | BR24

Schwere Überschwemmungen in Japan Hunderttausende müssen sich in Sicherheit bringen

Schwere Regenfälle haben im Südwesten Japans Tod und Zerstörung gebracht.

Toshiaki Mizukami von der Präfektur Kumamoto sagte der Nachrichtenagentur AFP: "Wir rufen die Menschen dringend dazu auf, Maßnahmen zu ergreifen, um ihr Leben zu schützen, weil es immer noch ziemlich heftig regnet".

Die Behörden in den schwer betroffenen Provinzen Kumamoto und Kagoshima auf Japans südwestlicher Hauptinsel Kyushu forderten am Samstag mehr als 200.000 Menschen auf, ihre Häuser zu verlassen und Schutzräume aufzusuchen. In den Notlagern müssen gleichzeitig Vorkehrungen gegen eine Ausbreitung des Coronavirus getroffen werden. Als sie gegen 4.00 Uhr morgens (Ortszeit) aufwachte, hätten einige Nachbarhäuser bereits unter Wasser gestanden. Berichten zufolge wurden mehrere Brücken von den Wassermassen fortgerissen. Ein Bewohner musste mit einem Militärhubschrauber vom Dach seines Hauses gerettet werden. Es gab jedoch Probleme, einige der bergigen Regionen zu erreichen. Im August will Japans Polizei eine Webseite starten, auf der solche Aufnahmen zum Beispiel von beschädigten Straßen und Gebäuden sowie Erdrutschen hochgeladen werden können.

Ein Mann blickt auf den überfluteten Fluss Kuma in der Provinz Kumamoto. Drei andere seien unterkühlt aufgefunden worden.

"Es war unheimlich", schilderte eine alte Frau in Kumamoto, die von Helfern auf dem Rücken aus ihrem überschwemmten Wohnviertel getragen wurde.

Wohngebiete standen unter Wasser, ganze Häuser wurden fortgeschwemmt, Bäume entwurzelt. Wie lokale Medien meldeten, gebe es zu mehreren Bewohnern überschwemmter Städte es keinen Kontakt. Tausende Haushalte sind ohne Strom, und auch das Mobilfunknetz brach zeitweise zusammen. Der japanische Regierungschef Shinzo Abe kündigte bei einer Notfallsitzung die Entsendung von rund 10.000 Soldaten in die Katastrophenregion an. Das Militär wurde zur Hilfe gerufen, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Zudem sollen die betroffenen Menschen mit Notfallgütern versorgt werden.

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