Krimi um Schlüsselfigur: Beamte fälschten Papiere von Ex-Vorstand Marsalek

Wirecard-Sitz im bayerischen AschheimMehr

Selbst engen Vertrauten verrät Jan Marsalek derzeit nicht, wo er sich aufhält.

Jan Marsalek, der ehemalige Wirecard-Vorstand, war nicht auf den Philippinen. Dabei geht es um den Vorwurf, dass dreistellige Millionensummen von Wirecard-Konten an Firmen in Asien und auf Mauritius flossen.

Laut der Datenbank der philippinischen Einwanderungsbehörde war Marsalek einen Tag nach seiner Entlassung am 23. Juni auf die Philippinen eingereist und hatte das Land am 24. Juni Richtung China wieder verlassen. Dies habe eine Untersuchung der Aufnahmen von Überwachungskameras, Passagierlisten und anderem Material ergeben.

"Die Beamten der Einwanderungsbehörde, die diese fiktiven Einträge vorgenommen haben, wurden von ihren Aufgaben entbunden und müssen nun mit verwaltungsrechtlichen Stafen rechnen", sagte Guevarra weiter, ohne die genaue Zahl der Mitarbeiter zu nennen. Er habe weitere Ermittlungen in dem Fall angeordnet. Marsaleks Wohnung im dritten Stock eines Miets- und Bürohauses am Isartor in München hatte die Polizei zeitweise versiegelt. "Wir sind ein Inselstaat, und es gibt Schlupflöcher, durch die Ausländer unbemerkt schlüpfen können".

Das Unternehmen hatte eingestanden, dass in der Jahresbilanz 1,9 Milliarden Euro fehlen und das Geld bei zwei philippinischen Banken vermutlich gar nicht existiert. Frühere Unterlagen hätten gezeigt, dass Marsalek sich vom 3. bis 5. März auf den Philippinen aufgehalten habe. Seine Spur verlor sich, wie bislang angenommen wurde, vor gut zehn Tagen auf den Philippinen.

Die Münchner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Österreicher Braun und Marsalek wegen Verdachts auf unrichtige Angaben und Marktmanipulation, wobei sich der Kreis der Verdächtigen auf den gesamten Wirecard-Vorstand ausgeweitet hat.

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