Autobranche rechnet 2020 mit 25 Prozent weniger Verkäufen

Autobranche

"Wir haben es ohne Frage mit der bislang schwersten Krise seit Beginn der Bundesrepublik zu tun", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller.

Für das zweite Halbjahr deutet sich laut VDA Erholung auf den Automärkten an. Dafür spräche der Auftragseingang bei deutschen Herstellern. Damit fällt die Anzahl im Vergleich zu Vorjahr um 23 Prozent. Der leichte Aufwärtstrend könne die historischen Einbrüche allerdings nicht kompensieren.

Ein Hoffnungsschimmer: "Die Minusraten werden langsam wieder kleiner", sagte Müller.

Laut VDA seien in den ersten sechs Monaten dieses Jahres die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland um knapp 35 Prozent auf 1,21 Mio. Pkw zurückgegangen. Das sei der niedrigste Wert für ein erstes Halbjahr seit der Wiedervereinigung vor 30 Jahren.

"Der Einbruch der Märkte ist beispiellos". In Europa wird es sogar einen Rückgang um 24 Prozent geben, auf dem Weltmarkt einen Rückgang um 17 Prozent auf 65,9 Millionen Neuzulassungen.

Für das Gesamtjahr geht der Verband von insgesamt 2,8 Millionen Fahrzeugen aus und damit von einem Rückgang von rund 23 Prozent in Deutschland - vorausgesetzt es kommt nicht zu einer zweiten Welle an Neuinfektionen.

Sind die Zahlen für den Absatz bereits besorgniserregend, werden sie von den Prognosen für Produktion und Beschäftigung noch übertroffen. Auf der Halbjahrespressekonferenz hat der VDA heute die aktuellen Zahlen und eine Prognose für 2020 vorgestellt. Im Juni betrug das Minus bei den Neuzulassungen im Juni 32,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Freitag mitteilte.

Gegenüber dem Jahr 2019 erwartet der VDA für das laufende Jahr für den europäischen Automarkt einen Rückgang von rund einem Viertel.

Noch habe der Rückgang der Neuzulassungen nur geringe Auswirkungen auf die Beschäftigtenzahlen in der Automobilindustrie.

Müller warnte allerdings, dass die Zahl der Beschäftigten in der Branche bis Jahresende weiter zurückgehen könnte. Der Weg aus der Krise werde "lang und steinig". Der Schwerpunkt müsse auf Wachstum und Investitionen gelegt werden. "Das sind enorme Herausforderungen".

Mit Investitionen in Höhe von allein 50 Milliarden Euro in neue Antriebe und 25 Milliarden Euro in die Digitalisierung bis zum Jahr 2024 investieren die VDA-Mitgliedsunternehmen massiv in die Transformation. Die E-Modellpalette deutscher Marken wird von aktuell 70 auf mehr als 150 Modelle in den kommenden drei Jahren mehr als verdoppelt.

Das Auto soll auch in Zukunft elementarer Bestandteil einer klimaschonenden Mobilität sein. "Die Anforderungen an die Verkehrsmittel unterscheiden sich, etwa zwischen Stadt und Land. Deshalb kommt es darauf an, die jeweils beste Lösung einzusetzen, die Lebenswirklichkeit der Menschen zu berücksichtigen und beim Weg in die Mobilität der Zukunft technologieoffen vorzugehen".

Kernaufgabe müsse nun sein, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie einzudämmen. "Wie entwickelt sich die Konjunktur?". Wie wirken die Impulse? "Welche weiteren Schritte kann die Politik einleiten - wird man sich etwa auf einen EU-Recovery-Plan einigen können, der das Klima schützt, aber auch industriepolitisch wirkt?", so die VDA-Präsidentin.

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