Ifo-Institut befürchtet eine Insolvenzwelle

Reisebüros und Reiseveranstalter fühlen sich nach Angaben des Ifo Instituts besonders bedroht

Viele Unternehmen bangen um ihr Überleben als Folge der Corona-Einschränkungen. Vor allem Reisebüros, Hotels und Gaststätten sehen ihre Lage laut einer Umfrage als existenzbedrohend an.

Jedes fünfte deutsche Unternehmen sieht sich durch die Coronakrise gefährdet. "In den kommenden Monaten könnte sich eine Insolvenzwelle anbahnen", sagt Ifo-Forscher Stefan Sauer.

Das betreffe demnach vor allem die Dienstleister, von denen sich 27 Prozent als gefährdet einstuften.

Neben den von den Corona-Beeinträchtigungen am schärfsten betroffenen Branchen gab das Ifo Institut Informationen über die Dienstleistungssektoren an, die ohne erhebliche Einschnitte durch die Krise gekommen sind: das sind Dienstleistungen für den Verkehr mit 21 Prozent, freiberufliche und wissenschaftliche Tätigkeiten mit 17 Prozent, gleichwertig bedroht fühlen sich Informationsdienstleistungen und der Landverkehr (16 Prozent). Aber auch 55 Prozent der Kreativen, Künstler und Unterhalter sorgten sich um ihre Zukunft.

Ganz besonders wackelig sind nach Angaben des Ifo-Instituts die Reisebüros und Reiseveranstalter mit 85 Prozent, die Hotels mit 76 Prozent und die Gaststätten mit 67 Prozent. Es folgten die Schifffahrt mit 50 Prozent und die Filmbranche mit 48 Prozent.

Im Verarbeitenden Gewerbe klafft die Spanne von den Herstellern pharmazeutischer Erzeugnisse mit einem Prozent bis zur Metallerzeugung und -bearbeitung mit 53 Prozent.

Im Handel sind es vor allem die Einzelhändler mit 21 Prozent.

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