USA - Deutsche Bank muss 150 Millionen Dollar Strafe zahlen

USA - Deutsche Bank muss 150 Millionen Dollar Strafe zahlen

Die New Yorker Bankenaufsicht hat die Deutsche Bank wegen mehrerer Verfehlungen zu einer Strafe von 150 Millionen Dollar verdonnert. Erst nachdem das US-Finanzministerium die Bank wegen Geldwäsche auf die rote Liste setzte und US-Instituten Korrespondenzbanken-Beziehungen untersagte, beendete die Deutsche Bank 2014 ihre Beziehungen zur FBME. Zum einen gehe es um die Beziehungen der Bank zum verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein, teilte das New Yorker Department of Financial Services (DFS) am Dienstag mit. "Eine Barabhebung von 100 000 Dollar für 'Trinkgelder und Haushaltsausgaben' - als Jeffrey Epstein sein Geld transferierte, stellte die Deutsche Bank nicht viele Fragen".

"Obwohl die Bank die schreckliche kriminelle Vergangenheit von Herrn Epstein kannte, hat sie es unentschuldbar versäumt, verdächtige Transaktionen in Millionenhöhe aufzudecken oder zu verhindern", sagte eine Sprecherin der New Yorker Behörde. Die Bank hätte im Umgang mit dem schon damals als Sexualstraftäter bekannten Mann besondere Vorsicht walten lassen müssen, hieß es weiter. Banken seien die "erste Verteidigungslinie", wenn es darum gehe, die Ermöglichung von Verbrechen über das Finanzsystem zu verhindern, erklärte DFS-Chefin Linda Lacewell. Und das, obwohl die Deutsche Bank Epstein seit Aufnahme der Geschäftsbeziehung 2013 als "High Risk"-Kunden eingestuft haben soll". Nachdem die Bank in den vergangenen Jahren in diverse Geldwäscheskandale verwickelt war, hat sie nach eigenen Angaben fast eine Milliarde Dollar in die Verbesserung ihrer Kontrollen investiert und ihre Abteilung für die Bekämpfung der Finanzkriminalität auf mehr als 1.500 Personen aufgestockt.

Epstein war von 2013 bis 2018, als neue Vorwürfe gegen ihn in der Presse auftauchten, Kunde der Deutschen Bank. "Wir erkennen zudem die festgestellten Schwächen in unseren Prozessen an und haben aus unseren Fehlern gelernt". Die Bank habe unmittelbar nach Epsteins Verhaftung die Strafverfolgungsbehörden kontaktiert und volle Unterstützung bei den Ermittlungen angeboten.

Epstein hatte Luxus-Wohnsitze in Palm Beach und New York sowie Verbindungen in die höchsten Kreise - bis hin zu Ex-Präsident Bill Clinton, Prinz Andrew und dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump. Der bestens vernetzte Investmentbanker wurde bereits 2008 wegen sexuellen Missbrauchs Minderjähriger zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt und seitdem als Sexualverbrecher geführt. Die am vergangenen Donnerstag vom FBI verhaftete "Zuhälterin" Epsteins soll Mädchen für den US-Millionär rekrutiert und sich selber beim Sex mit Minderjährigen gefilmt haben.

Der Multimillionär wurde erneut im Juli 2019 festgenommen und im folgenden Monat tot in seiner Gefängniszelle in Manhattan gefunden. Er nahm sich im Gefängnis das Leben.

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