Die USA sind offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation ausgetreten

Betende Gläubige in der römisch-katholischen Kirche St. Bartholomew in New York. Die Kirche hat nach fast vier Monaten zum ersten Mal eine Messe abgehalten

Mitten in der Coronavirus-Pandemie haben die USA ihre Austrittsankündigung aus der Weltgesundheitsorganisation offiziell eingereicht.

Die 1948 gegründete WHO ist abhängig von Beiträgen ihrer mehr als 190 Mitgliedsländer sowie von Spenden der Regierungen und nicht-staatlicher Akteure. Donald Trump hat sich noch nicht persönlich geäußert. In der damaligen Resolution des US-Kongresses zum Beitritt zur WHO hieß es, dass die USA sich das Recht für einen Rückzug vorbehielten - allerdings mit einer zwölfmonatigen Kündigungsfrist. Mit der WHO hat er nun einen Schuldigen gefunden, den er für die Tragweite der Pandemie verantwortlich machen kann. Er wies darauf hin, eine der Bedingungen für das Ausscheiden der USA sei, dass alle Beiträge für die UN-Unterorganisation beglichen seien. "An meinem ersten Tag als Präsident werde ich der WHO wieder beitreten und unsere Führungskraft auf der Weltbühne wiederherstellen", schrieb Joe Biden, der im November als Präsidentschaftskandidat der Demokraten gegen Trump antreten will, beim Kurznachrichtendienst Twitter.

Auch Bundesaußenminister Heiko Maas kritisierte den Schritt als "das falsche Signal zur falschen Zeit" und betonte, man brauche "weltweite Kooperation statt nationaler Alleingänge", um die Krise zu bewältigen. Trump lähme damit den internationalen Kampf gegen das Coronavirus. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Pelosy, sprach von einem Akt der Sinnlosigkeit. "Die Schuld auf die WHO zu schieben wird die Fehler dieser Regierung nicht wiedergutmachen und auch das Leid nicht ungeschehen machen, das unser Land erlebt hat". Kritiker halten ihm vor, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen.

Der US-Präsident hatte die Zahlungen an die Weltgesundheitsorganisation bereits im April eingefroren und damit international Kritik auf sich gezogen. Er machte die in Genf ansässige Organisation mitverantwortlich für die hohe Anzahl der Toten. Der US-Präsident* beschuldigt zudem China, die weltweite Verbreitung des Coronavirus* nicht verhindert zu haben, und droht mit Konsequenzen. Die USA waren bislang wichtigster Geldgeber der Organisation. In diesem Jahr sollten die Beiträge eigentlich knapp 116 Millionen Dollar betragen.

In der Corona-Krise steht Trump selbst schwer unter Druck. Der Republikaner hatte die neue Lungenkrankheit lange bagatellisiert.

Insgesamt sind in den USA nach Angaben der Johns Hopkins Universität in Baltimore mehr als 131.000 Menschen an den Folgen von COVID-19 gestorben, so viele wie in sonst keinem Land der Welt.

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