Mitarbeiter des Bundespresseamtes unter Spionageverdacht

Regierungssprecher Steffen Seibert im Bundeskanzleramt

Spionage-Fall im Bundespresseamt: Ein Mitarbeiter soll für einen Geheimdienst gespitzelt haben - vermutlich um Informationen über in Deutschland lebende ägyptische Oppositionelle herauszufinden.

Gegenüber dem Blatt bestätigte auch der Generalbundesanwalt, dass gegen den Mann ermittelt werde. Ein Mitarbeiter von Merkels Regierungssprecher Steffen Seibert soll als ausländischer Agent tätig gewesen sein. Das Bundeskriminalamt habe im Dezember 2019 im Auftrag des Generalbundesanwaltes "Exekutivmaßnahmen" gegen den Mann durchgeführt, heißt es auf Seite 308 des Verfassungsschutzberichts, der am Donnerstag von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) in Berlin vorgestellt wurde.

Bei dem mutmaßlichen Spitzel soll es sich um einen Mitarbeiter von Angela Merkels Strecher Steffen Seibert handeln.

Die Bild berichtet darüber hinaus, dass der Mann im mittleren Dienst des Besucherdienstes des Presseamtes tätig gewesen sein soll. Das Ermittlungsverfahren gegen ihn dauere noch an. Seine Räumlichkeiten seien durchsucht worden, berichtete "Bild".

Ein Sprecher des Bundespresseamtes erklärte auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP: "Wir äußern uns weder zu laufenden Ermittlungsverfahren noch zu Personalangelegenheiten".

Welche Angaben der mutmaßliche Spion weitergegeben haben soll, ist unklar.

In Deutschland agieren sowohl der ägyptische Auslandsdienst General Intelligence Service (GIS) als auch der Inlandsdienst National Security Service (NSS). Ägyptische Dienste versuchten, in Deutschland lebende Landsleute für nachrichtendienstliche Zwecke zu gewinnen, heißt es in dem Bericht weiter.

Aber auch andere ägyptischstämmige Personen, etwa Angehörige der christlichen koptischen Gemeinden, könnten in den Fokus der Geheimdienste geraten, so das Bundesamt für Verfassungsschutz weiter.

Related:

Comments

Latest news

" "Relegation 2. Bundesliga " News " Nürnberger lässt Nürnberger hoffen
Der "Club" gewann am Dienstagabend das Relegations-Hinspiel gegen den Drittligisten FC Ingolstadt mit 2:0. Den Hattrick verpasste der 20-Jährige nur knapp: aus spitzem Winkel traf der Mittelfeldspieler in der 66.

Steiermark: Zwei Tote bei Felssturz in Österreich
Der Mixnitzbach in der Klamm birgt zahlreiche Wirbel und vom Wasser ausgeschürfte Bereiche, dazu Spalten und Schlünde. Die Gesteinsbrocken hatten gegen 12.00 Uhr einen Wandersteig und dort angebrachte Treppenleitern aus Holz zerstört.

Weizsäcker-Prozess: 12 Jahre Haft und Einweisung wegen Mordes
Als Mordmotiv sah die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. Zudem wurde der Mann aus Andernach in Rheinland-Pfalz des versuchten Mordes an einem Polizisten schuldig gesprochen.

Millionäre: Der Club der Reichen wird immer größer
Menschen, die in den eigenen vier Wänden wohnen, profitierten vom Immobilienboom - ihr Vermögen wuchs besonders kräftig. Was die Coronakrise heuer und in den Jahren darauf für die Vermögensverhältnisse der Reichen bringt, ist noch ungewiss.

Die USA sind offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation ausgetreten
Mit der WHO hat er nun einen Schuldigen gefunden, den er für die Tragweite der Pandemie verantwortlich machen kann. Kritiker halten ihm vor, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen.

Other news