Steiermark: Zwei Tote bei Felssturz in Österreich

Bärenklamm

Das müsse auch unter dem Blickpunkt des sich abzeichnenden Klimawandels oder extremen Niederschlagsereignissen gesehen werden, sagte Rapp, der betonte, dass er die Umstände des tödlichen Felssturzes vom Mittwoch nicht kenne und sich danach auch nicht in der Klamm befunden habe.

Mindestens ein Felsbrocken war in der Bärenschützklamm im österreichischen Bundesland Steiermark plötzlich aus der Steinwand gebrochen und hatte mehrere Wanderer getroffen. Die Gesteinsbrocken hatten gegen 12.00 Uhr einen Wandersteig und dort angebrachte Treppenleitern aus Holz zerstört.

Das Felsstück war um die Mittagszeit abgebrochen. Die Alarmierung der Einsatzkräfte gestaltete sich schwierig, da in der engen Schlucht kein Handyempfang herrscht. Zwei Frauen kamen ums Leben, mehrere Menschen wurden verletzt. Rettungshubschraubern übernommen und in Krankenhäuser eingeliefert. Die genauen Identitäten und Nationalitäten der verletzten Personen ist noch Gegenstand der Ermittlungen.

Im Hilfseinsatz waren Mitarbeiter der Alpinpolizei, der Bergrettung sowie des Roten Kreuzes und der Feuerwehr.

Von dieser Canyoning-Gruppe wurden schließlich auch die beiden Toten geborgen - laut Polizei handelt es sich bei den Opfern um eine 50-Jährige Ungarin und eine 21-Jährige aus dem Bezirk Graz-Umgebung. Eine Canyoning-Rettungsgruppe suchte auch den eiskalten Mixnitzbach, der durch die Klamm fließt ab, um mögliche weitere Opfer zu finden.

Steig in der Bärenschützklamm: Der Vorfall ereignete sich bei Mixnitz in der Steiermark. Der Mixnitzbach in der Klamm birgt zahlreiche Wirbel und vom Wasser ausgeschürfte Bereiche, dazu Spalten und Schlünde. Acht weitere Wanderer wurden teilweise schwer verletzt, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Die Alpinpolizei führt Untersuchungen zum Hergang des Felssturzes durch.

Die Bärenschützklamm ist eine wasserführende Klamm, in der über 164 Leitern ein Höhenunterschied von etwa 350 Metern zwischen 750 Metern und rund 1.100 Metern Seehöhe überwunden wird.

Related:

Comments

Latest news

Bei Dreharbeiten in Köln - Angriff auf RTL-Team!
Fahnder gingen damals in Deutschland und Frankreich gegen eine mutmaßliche familiär verbundene Einbrecherbande vor. Die Polizei vermutet jedoch einen Zusammenhang mit Durchsuchungen und Festnahmen bei einer Razzia am 24.

Weizsäcker-Prozess: 12 Jahre Haft und Einweisung wegen Mordes
Als Mordmotiv sah die Staatsanwaltschaft Hass auf die Familie des Getöteten, insbesondere auf den früheren Bundespräsidenten. Zudem wurde der Mann aus Andernach in Rheinland-Pfalz des versuchten Mordes an einem Polizisten schuldig gesprochen.

Millionäre: Der Club der Reichen wird immer größer
Menschen, die in den eigenen vier Wänden wohnen, profitierten vom Immobilienboom - ihr Vermögen wuchs besonders kräftig. Was die Coronakrise heuer und in den Jahren darauf für die Vermögensverhältnisse der Reichen bringt, ist noch ungewiss.

Die USA sind offiziell aus der Weltgesundheitsorganisation ausgetreten
Mit der WHO hat er nun einen Schuldigen gefunden, den er für die Tragweite der Pandemie verantwortlich machen kann. Kritiker halten ihm vor, mit seinem Feldzug gegen die WHO und China von eigenen Versäumnissen ablenken zu wollen.

Coronavirus: Mallorca führt strenge Maskenpflicht ein - wegen Regelbrüchen
Hier müssen jetzt alle Personen ab sechs Jahren in der Öffentlichkeit einen Mund- und Nasenschutz tragen. Zwischenfälle waren nach Berichten von Medien unter anderem in Kneipen und in Parks registriert worden.

Other news