Nach Streit um Maske: Franzözischer Busfahrer stirbt im Krankenhaus

Veronique Monguillot, Ehefrau von Philippe Monguillot hält ein

Nach dem gewaltsamen Tod des Busfahrers hat Frankreichs Premier Jean Castex versichert, dass die Justiz "die Täter dieses verabscheuungswürdigen Verbrechens bestrafen" wird.

"Dieser barbarische Akt erfordert die schärfsten Sanktionen gegen die vier Täter", forderte der konservative Bürgermeister von Nizza, Christian Estrosi.

Bayonne. Der nach einem brutalen Angriff für hirntot erklärte französische Busfahrer ist tot.

"Ich denke an seine Frau und seine Kinder und fordere schwere Strafen für diese Mörder", erklärte der konservative Abgeordnete Éric Ciotti. "Die Ärzte waren dafür und wir auch", teilte die Tochter von Philippe Monguillot, Marie, der Nachrichtenagentur AFP mit. Frankreichs Innenminister Gerald Darmanin sprach den Angehörigen und Kollegen des Mannes sein Beileid aus. Der Angriff auf den Ende 50 Jahre alten Mann hatte in Frankreich für Entsetzen gesorgt. "Diese abscheuliche und feige Tat darf nicht ungestraft bleiben", schrieb Darmanin auf Twitter.

Zwei Männer hatten den Busfahrer am Sonntag im südwestfranzösischen Bayonne nach Angaben der Ermittler so heftig geschlagen und getreten, dass er im Krankenhaus für hirntot erklärt werden musste - offenbar aus völlig banalem Anlass: Der Fahrer hatte die Passagiere aufgefordert, wie vorgeschrieben Corona-Schutzmasken aufzusetzen.

4 Tatverdächtige wurden Berichten zufolge festgenommen. Zwei weiteren wird Beihilfe und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. In der vergangenen Woche war es immer wieder zu Protesten und Gedenkmärschen gekommen. Am Mittwochabend hatten sich in Bayonne rund 6000 Teilnehmer zu einem Marsch für den Busfahrer und seine Angehörigen versammelt.

Innenminister Darmanin kündigte an, am Samstag nach Bayonne zu reisen, um eine Bestandsaufnahme der Sicherheit in der Stadt vorzunehmen und sich mit Fahrern und Gewerkschaftsvertretern des öffentlichen Verkehrs zu treffen.

Der Bus fuhr für einen Verkehrsverbund in der ländlichen Region im Département Pyrénées-Atlantiques.

Related:

Comments

Latest news

Millionen-Metropole Melbourne nach Corona-Anstieg wieder im Lockdown ROUNDUP
Insgesamt gab es bisher 32'369 laborbestätigte Covid-19-Fälle, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) am Dienstag mitteilte. Außerdem bleiben Schulen in den betroffenen Gebieten, die nächste Woche öffnen sollten, geschlossen.

Michel schlägt Rabatt für Österreich vor — EU-Budget
Für sie ist es wichtig, dass "die Mittel für den Wiederaufbau rasch wirken und es zu einer klaren zeitlichen Befristung kommt". Aber nicht nur Ungarn ist unzufrieden mit Michels Vorschlag: Auch Finnland meldete prompt Nachbesserungsbedarf an.

Notre-Dame - Macron nun doch für originalgetreuen Wiederaufbau
Chefarchitekt Philippe Villeneuve hatte immer wieder betont, dass er für einen originalgetreuen Wiederaufbau des Spitzturms sei. Diese war bei einem Großbrand im April 2019 schwer beschädigt worden - der Vierungsturm wurde vollständig zerstört.

"Daimler kann mehr": Källenius verspricht Besserung
Die Personalkosten sollten durch den Wegfall von mehr als 10.000 der weltweit 300.000 Stellen um 1,4 Milliarden Euro sinken. In der vergangenen Woche kündigte der Konzern bereits an, sein Smart-Werk im französischen Hambach zu verkaufen.

IS bekennt sich zu Anschlägen auf das Parlament in Teheran
Ein Dritter Angreifer wurde verhaftet, dennoch ist vom IS bisher keine offizielle Verlautbarung getroffen worden. Der iranische Geheimdienst sprach von Terroranschlägen, ohne jedoch direkt den IS zu erwähnen.

Other news