Walldorf - SAP legt unerwartet starkes zweites Quartal hin

Der Hauptsitz von SAP in Walldorf

Im zweiten Quartal sei das Betriebsergebnis um sieben Prozent auf knapp zwei Milliarden Euro geklettert, teilt der Walldorfer Konzern mit. Am Ende reichte es zu einem leichten Plus des Gesamtumsatzes um ein Prozent auf 6,74 Milliarden Euro, Experten hatten mehrheitlich mit einem Rückgang gerechnet. Die operative Marge des bereinigten Betriebsergebnisses legte ebenfalls klar um 1,8 Prozentpunkte auf 29,1 Prozent zu. Der Vorstand begründet den Gewinnanstieg mit der schnellen Reaktion auf die Krise auf der Kostenseite. "Dadurch können unsere Kunden gestärkt aus der Krise hervorgehen", sagte Klein.

Man habe die Corona-Krise in diesem Quartal gut bewältigt, sagte Finanzvorstand Luka Mucic und ergänzte: "Die Softwarelizenzerlöse in Asien verzeichneten eine solide Erholung". Im Zuge der Kostensenkungen hatte SAP unter anderem angekündigt, weniger Geschäftsreisen durchzuführen. "Aber bei den komplizierten Produkten von SAP ist der direkte Kundenkontakt extrem wichtig".

Die Softwarelizenzerlöse lagen laut SAP zwar noch unter dem normalen Niveau und sanken gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent, doch das Cloud-Geschäft konnte dies wettmachen. Doch das Geschäft wurde im zweiten Quartal aufgrund der Corona-Krise durch geringere volumenabhängige Transaktionsumsätze beeinflusst - etwa bei der Beschaffungsplattform Ariba verdient SAP am abgewickelten Handelsvolumen, das in der wirtschaftlichen Flaute gelitten haben dürfte. Die Nachfrage nach digitalen Logistikketten, E-Commerce, der Cloudplattform und nach Lösungen der Marktforschungstochter Qualtrics sei weiterhin hoch.

Nachdem die Prognosen nach einem schwachen ersten Quartal nach unten korrigiert wurden, konnte SAP mit einem erstaunlich guten zweiten Quartal aufwarten. Nachdem sich die Corona-Krise im letzten Monat des ersten Quartals weltweit deutlich auf die Wirtschaft ausgewirkt habe, sei die Geschäftstätigkeit im Laufe des zweiten Quartals allmählich wieder angezogen, hieß es von SAP.

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