Erneut Demonstrationen und Unruhen in Serbien

Polizisten bildeten Kette um das Parlament

Diesmal blieb die Demonstration in Belgrad friedlich. Stattdessen wurde ein Verbot von Versammlungen von mehr als zehn Menschen angekündigt - wovon auch die Proteste betroffen sind. Wieder kam es zu Ausschreitungen zwischen der Polizei und den Demonstranten.

Demonstranten setzten sich auf die Straße vor dem Parlament. Die Polizei löste die Kundgebung unter Einsatz von Tränengas auf.

Friedliche Proteste habe es auch in einer Reihe anderer Städte in Serbien gegeben, berichtete das Staatsfernsehen. Die Demonstranten warfen Steine und Feuerwerkskörper auf die Polizisten. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei.

Die Regierung versucht, die Proteste als "Putschversuch" und als Ergebnis der angeblichen Wühlarbeit nicht näher bezeichneter ausländischer Mächte darzustellen.

Die Ankündigung einer Ausgangssperre für das Wochenende, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hatte am Dienstag zu massiven Protesten geführt.

In der Zeit des Corona-Ausnahmezustands von Mitte März bis Anfang Mai hatte die Regierung die Ausbreitung der Pandemie mit umfassenden Ausgangssperren bekämpft. Die Maßnahmen, die viel härter waren als etwa in den Nachbarländern Kroatien und Ungarn, waren unbeliebt, führten aber zu einer signifikanten Eindämmung der Pandemie. Mit dem Ende des Ausnahmezustands fielen praktisch übergangslos alle bisherigen Einschränkungen. Am 21. Juni wurden schließlich auch die Parlamentswahlen abgehalten, welche die regierende Serbische Fortschrittspartei (SNS) von Vucic klar gewonnen hat.

Es gab Wahlkampf auf öffentlichen Plätzen, Fußballspiele vor bis zu 20.000 Zuschauern, die Nachtgastronomie durfte wieder öffnen. Doch seit gut zwei Wochen stecken sich wieder um die 300 Menschen pro Tag nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 an. Während Nationalisten vor allem mit der Kosovo-Politik des serbischen Präsidenten Aleksandar Vucic unzufrieden sind, werden von Anhängern anderer Gruppierungen die Regierungspolitik und ihr Coronavirus-Management kritisiert. Es sei unverantwortlich, die Menschen zu Demonstrationen aufzurufen, "wenn wir gleichzeitig mit entsetzlichen Corona-Infektionszahlen kämpfen", erklärte Vucic.

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