Spahn: "Die Gefahr einer zweiten Welle ist real"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angesichts der verstärkten Ausbreitung des Coronavirus in vielen Ländern der Welt davor gewarnt, das Risiko für Deutschland zu unterschätzen. "Wir müssen sehr aufpassen, dass der Ballermann nicht ein zweites Ischgl wird", sagte Spahn am Montag in Berlin.

Auch wenn die Corona-Lage aktuell "grundsätzlich erfreulich" sei, sei er mit Blick auf die Urlaubszeit auch besorgt.

RKI-Präsident Wieler schätzt die Infektionszahlen in Deutschland indes als gut beherrschbar ein. "Die Bundesregierung sollte sich dringend dafür einsetzen, dass ein Platz zwischen Flugpassagieren freibleiben muss", sagte Lauterbach.

Weltweit seien die täglichen Infektionszahlen aktuell so hoch wie noch nie.

Er rief die Bevölkerung auf, gerade auch in Urlaubszeiten wachsam zu bleiben: "Die Bilder, die wir am Wochenende auf des Deutschen liebsten Insel, von Mallorca gesehen haben, besorgen mich". Er bat die Bürger, in der Corona-Krise weiterhin Abstand zu halten, die Hygienemaßnahmen einzuhalten und Alltagsmasken zu tragen. Allerdings müsse man weiter sehr wachsam sein und die Abstandsregeln einhalten, wie regionale Ausbrüche zeigten. "Wenn wir dem Virus die Chance geben, sich zu vermehren, tut es das", sagte er. Insgesamt sei die Pandemie nicht vorbei, das machten die rasant steigenden Zahlen von Corona-Neuinfektionen weltweit deutlich. Innerhalb von nur fünf Tagen seien eine Million neuer nachgewiesener Fälle gemeldet worden.

Zumal erste Ergebnisse einer Studie auf Antikörper gegen das Virus unter Blutspendern auf eine geringe Immunität bei den Untersuchten gedeutet hätten. "Wir haben besser gelernt, mit dem Virus zu leben, und wir wissen auch mehr über dieses Virus". Dies bedeute umgekehrt, dass es sich noch stark verbreiten könne. Deutschland sollte eine Testpflicht für Urlauber aus solchen Risikogebieten einführen, sagte Lauterbach.

Zudem sei die Nutzung der deutschen Corona-Warn-App ein weiterer wichtiger Baustein: 15,5 Millionen Smartphonenutzer hätten sie bereits installiert.

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