Schweizer Bundesanwalt Lauber hört Ende August auf — FIFA-Skandal

Wegen seinen Treffen mit Gianni Infantino droht Lauber nun ein Strafverfahren

Ein Strafverfahren gegen den FIFA-Präsident Gianni Infantino wurde jüngst in der Schweiz eröffnet.

Die Aufsichtsbehörde der Bundesanwaltschaft hatte Lauber wegen heimlicher und undokumentierter Treffen mit dem Präsidenten des Fußballweltverbandes FIFA, Gianni Infantino, gerügt und ihm eine Verletzung seiner Amtspflichten und unwahre Aussagen vorgeworfen. Angeklagt wird auch ein ebenfalls bei den Treffen anwesender Oberstaatsanwalt. Dies teilte die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Bern mit.

Der außerordentliche Staatsanwalt komme zu dem Schluss, "dass im Zusammenhang mit den Treffen von Bundesanwalt Michael Lauber mit dem FIFA-Präsidenten und dem Walliser Oberstaatsanwalt Anzeichen für ein strafbares Verhalten bestehen", heißt es in der Mitteilung der Aufsichtsbehörde.

Die geheimen Treffen fanden 2016 und 2017 statt, während die Bundesanwaltschaft gegen die FIFA wegen Korruption ermittelte. Ein Jahr nach seiner Wiederwahl als FIFA-Präsident wird es für Gianni Infantino eng, denn vor knapp zwei Monaten hatte der Fußball-Weltverband alle Vorwürfe gegen Infantino zurückgewiesen. Infantino "hat sicherlich nichts falsch gemacht, indem er Herrn Lauber getroffen hat". Es ist kein Vergehen, den Bundesanwalt zu treffen und solche Treffen sind nicht ungewöhnlich. Infantinos Motivation sei gewesen, den Schweizer Behörden "Unterstützung anzubieten".

Um auch gegen Lauber ein entsprechendes Strafverfahren eröffnen zu können, wird beim Parlament in der Schweizer Hauptstadt die Aufhebung von dessen Immunität beantragt. Lauber reichte seinen Rücktritt bereits ein und wird seinen Posten Ende August räumen. Er ist aber noch bis Ende Jänner 2021 im Amt und deshalb vor Strafverfolgung geschützt. Bei den Ermittlungen geht es unter anderem um die Vergaben der Fußball-WM 2018 an Russland und 2022 an Katar. Das Problem bei den Begegnungen: Lauber leitete zum Zeitpunkt der Geheim-Treffen mehrere Verfahren im Weltfußball, darunter der Skandal um die Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland. "Es geht dabei um Amtsmissbrauch (Art. 312 StGB), Verletzung des Amtsgeheimnisses (Art. 320 StGB), Begünstigung (Art. 305 StGB) und die Anstiftung zu diesen Tatbeständen", zitiert die Süddeutsche Zeitung Keller.

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