Harmlose Erkältungen könnten immun gegen Covid-19 machen

Könnten sich vorausgegangene Infektionen mit landläufigen Erkältungs-Coronaviren über eine Kreuzreaktivität mildernd auf den Verlauf einer SARS-CoV-2-Infektion auswirken

Doch auch bisher nicht an Covid-19 erkrankte Personen können gegen Corona immun* sein.

Neu Eine Studie von Wissenschaftlern der Berliner Charité muss diesen Befund erklären.

Warum manche Leute auf sind Coronavirus schwer krank, während andere kaum Symptome bemerken? Die Antwort darauf ist vielschichtig und Gegenstand intensiver Forschung.

Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der CharitéBerlin haben identifiziert, welche Rolle das Vorhandensein von T-Helfer-Zellen bei einer Coronavirus-Infektion spielt.

Für ihre Untersuchungen gewannen die Forschenden Immunzellen aus dem Blut von 18 Patienten, die mit Covid-19 erkrankt sind.

Die Immunzellen wurden mit kleinen, künstlich hergestellten Bruchstücken des sogenannten Spike-Proteins von Sars-CoV-2 stimuliert. Es bildet die typische "Krone" des Coronavirus auf der Oberfläche des Virus und ermöglicht den Eintritt in menschliche Zellen.

Untersuchungen an sogenannten T-Helferzellen lieferten einen entscheidenden Hinweis. "Es ist uns dann einfach aufgefallen Immunsystem Der Patient kämpft mit dem neuen Coronavirus Ja, und deshalb haben sie in einem Reagenzglas darauf reagiert", erklärt Dr. Claudia Gisekke-Til, eine der drei Hauptautoren der Studie.

Das Ergebnis: Bei 85 Prozent der Covid-19-Erkrankten reagierten die T-Helferzellen auf die Bruchstücke des Virus.

Eine Krankenschwester hält einen Tampon in einem Reagenzglas. Die weltweite Erforschung des Kronenvirus steht unter hohem Druck.

Auch interessant:Mundschutzmaske und Nase frei: Reicht es, die Maske nur über den Mund zu ziehen? Im Blut der gesunden Menschen fanden sich auch reaktive T-Helferzellen: 24 von 68 Getesteten hatten "Gedächtniszellen", die die SARS-CoV-2 Fragmente erkannten. Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Immunzellen von Covid 19 Betroffene und die Gesunden reagierten auf verschiedene Teile der Hülle des Virus. Während die T-Helferzellen der Patienten das Spike-Protein über seine komplette Länge erkannten, wurden die T-Helferzellen der Gesunden vor allem von Abschnitten des Spike-Proteins aktiviert, die harmloseren Erkältungs-Coronaviren ähneln. Kalte Kronenviren aussehen wie. "Eine Eigenschaft der T-Helferzellen ist, dass sie nicht nur von einem exakt "passenden" Erreger aktiviert werden können, sondern auch von ausreichend ähnlichen Eindringlingen", sagt Giesecke-Thiel. Im Anschluss daran, überprüfte die Forschungsgruppe, ob die T-Helferzellen aktiviert worden waren.

Schützt eine frühere Grippekrankheit vor Coronavirus? Es ist jedoch auch möglich, dass eine kreuzreaktive Immunität zu einer fehlgeleiteten Immunantwort führt - mit negativen Auswirkungen auf den Verlauf von Covid-19. "Im Prinzip kann man denken, dass es kreuzweise reagiert T-Helferzellen haben eine schützende Wirkung, indem sie beispielsweise dem Körper helfen, schneller Antikörper gegen das neue Koronarvirus zu produzieren", erklärt Prof. "Eine solche Situation kennen wir zum Beispiel beim Dengue-Virus".

Die Frage, wie sich diese Kreuzreaktivität bei gesunden Testpersonen auf eine mögliche SARS-CoV-2-Infektion auswirkt, kann die aktuelle Studie aus dem Fachmagazin "Nature" nicht beantworten. Eine solche Studie - die Charity-Corona-Cross-Studie - jetzt unter der Leitung der Charité in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Berlin und MPIMG ins Leben gerufen. Auch Personen, die in den letzten Jahren nachweislich mit einem Erkältungs-Coronavirus wie "229E", "OC43", "NL63" oder "HKU1" infiziert waren, können an der Studie teilnehmen.

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