Rund 15.000 Menschen demonstrierten in Berlin gegen Corona-Auflagen

Ein Mann mit Aluhut

In Berlin sind am Samstag mehrere Tausend Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Für eine Kundgebung auf dem Platz des 18. März am Brandenburger Tor (14.00 bis 22.00 Uhr) sind der Polizei zufolge rund 3000 Teilnehmer angemeldet, die sich für Frieden, Meinungsvielfalt und Demokratie stark machen wollen. Die Polizei ging dagegen mit kommunikativen Maßnahmen wie Lautsprecherdurchsagen oder Einzelansprachen vor.

"Wir arbeiten an der Auflösungsverfügung". Nach Polizeiangaben ist die Demo offiziell ohnehin nur für 10.000 Teilnehmer angemeldet. Der Veranstalter hatte zwischenzeitlich von 800.000, später sogar von über einer Millionen Menschen gesprochen. Insgesamt waren für das Wochenende über 80 Demonstrationen in Berlin geplant, darunter auch von linken Gruppen. Zu der Großdemonstration hatten sich rund 15.000 Menschen versammelt.

Tausende Demonstranten forderten am Samstag ein Ende der Corona-Regeln.

Auch wenn sich die Organisatoren offiziell von Extremisten aller Art distanzierten, waren am Morgen beispielsweise Demonstranten mit "Reichsflagge" zu sehen.

Ob es tatsächlich zu einer solch großen Menschenansammlung kommt, ist allerdings fraglich. Andere schrien, dass die Corona-Pandemie eine Verschwörungstheorie sei. Kaum einer trug einen Mund-Nasen-Schutz.

An mehreren Stellen stellten sich Gegendemonstranten dem Zug entgegen, darunter das Berliner "Bündnis gegen Rechts" sowie die "Omas gegen Rechts".

Über den Kurzbotschaftendienst Twitter schrieb die Polizei am Mittag, es sei bei der Versammlung auf der Straße Unter den Linden "ziemlich voll geworden". Die Stuttgarter Initiative Querdenken 711 will dort ihre Abschlusskundgebung stattfinden lassen.

Pikant: Den Titel "Tag der Freiheit" trägt auch ein Propagandafilm des Dritten Reiches, der den Parteitag der NSDAP im Jahr 1935 thematisiert.

Unverständnis für die Demo gab es von politischer Seite. "Sollte sich herausstellen, dass diese Zahl nicht ausreicht, könnten weitere Versammlungsorte nachträglich bekanntgegeben werden", so die Veranstalter. Die Polizei ist mit 1.100 Kräften im Einsatz. Es war das zweite Verbot einer Hildmann-Kundgebung in Folge.

Related:

Comments

Latest news

Erfurt: Zwei Ausländer in Erfurt durch zehn Deutsche verletzt
In der thüringischen Landeshauptstadt protestierten unterdessen Hunderte gegen Rechtsextremismus und Übergriffe der rechten Szene. Die drei Männer waren in einem Plattenbaugebiet im Südosten der Stadt zunächst verbal und dann tätlich angegriffen worden.

Nach Corona-Fall: Hülkenberg als Ersatz für Perez gehandelt
Auch das Einhalten der Abstandsregeln ist nötig, und die Teams sollen untereinander möglichst keinen Kontakt haben. Auch in England kann das Rennwochenende nur unter Einhaltung der strengen Hygieneregeln stattfinden.

Donald Trump plant den nächsten großen Schlag gegen TikTok
Insidern zufolge stehen potenzielle Käufer bereits in den Startlöchern, darunter Microsoft . "Wir sehen uns TikTok an". US-Behörden hatten Bedenken geäußert, dass das Onlinenetzwerk Nutzerdaten an die chinesische Regierung weitergibt.

US-Bundespolizisten werden aus Portland abgezogen
Über deren Einsatz in Portland und anderen amerikanischen Städten war in den Vereinigten Staaten eine heftige Debatte entbrannt. Heimatschutzminister Chad Wolf bestätigte zwar eine Vereinbarung mit der Gouverneurin von der demokratischen Partei.

17-Jähriger in den USA festgenommen — Twitter-Accounts gehackt
Schon vorher war bekannt, dass die Angreifer insgesamt 130 Accounts attackiert und von 45 Tweets abgesetzt hatten. Laut Staatsanwaltschaft soll der 17-Jährige so Bitcoins im Wert von mehr als 100.000 Dollar erbeutet haben.

Other news