Zur grenzüberschreitenden Warnung: Telekom und SAP sollen EU-Corona-Warn-Plattform bauen

Wie können Corona-Warn-Apps verschiedener Staaten miteinander kommunizieren?

Das Softwareunternehmen SAP soll zusammen mit der Telekom-Tochter T-Systems eine Plattform entwickeln, um die Corona-Warnapps der EU-Mitgliedsstaaten miteinander zu verbinden. Ein entsprechender Auftrag der EU-Kommission stehe "kurz vor Abschluss", sagte ein Telekom-Sprecher und bestätigte damit einen Bericht der Wirtschaftswoche. Zwar werden die Bluetooth-Codes anderer Warn-Apps aufgezeichnet, für einen Austausch der Warnungen fehlt aber bisher eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Servern. Ziel ist es, das Reisen innerhalb der EU sicherer zu machen. Bislang können die Apps der EU-Staaten jedoch noch nicht grenzüberschreitend kommunizieren und Warnungen ausgeben. So können etwa Nutzer der italienischen App benachrichtigt werden, wenn sie sich in der Nähe eines infizierten Nutzers der deutschen App aufgehalten haben oder umgekehrt. Das soll sich nun ändern.

SAP und T-Systems hatten auch die deutschen Corona-Warnapp entwickelt.

Die Entwicklung und Implementierung der neuen Plattform wird voraussichtlich erst gegen Ende des Sommers abgeschlossen sein. Mehr als 16,5 Millionen Menschen haben sie nach offiziellen Angaben heruntergeladen. Auch funktioniert die Plattform-Lösung demnach nur mit Apps, die Nutzerdaten nur auf dem Gerät speichern. Die meisten EU-Länder setzen aber auf diesen "dezentralen" Ansatz, unter anderem auch Deutschland.

Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell im Hörfunk am 31. Juli 2020 um 22:17 Uhr.

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