Prevent-Gespräche abgehört?: Spitzelaffäre: VW stellt Strafanzeige

Das Volkswagen Logo an den VW-Verwaltungsgebäuden in Wolfsburg

Möglicher Maulwurf bei Volkswagen enttarntWolfsburg. Ein VW-Sprecher wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern. Die betreffende Arbeitsgruppe befasste sich mit dem Streit mit dem Zulieferer Prevent und wie Volkswagen damit umgehen wollte.

Eine Spitzel-Affäre sorgt beim weltgrößten Autobauer Volkswagen für Unruhe.

Das Online-Wirtschaftsmagazin "Business Insider" hatte zuvor darüber berichtet. Solange staatsanwaltschaftliche Ermittlungen andauerten, äußere sich der Konzern nicht zu der Angelegenheit, sagte auch Volkswagen-Markenfinanzchef Alexander Seitz am Freitag. Am Wochenende war bekannt geworden, dass VW-interne Gespräche einer Arbeitsgruppe 2017 und 2018 mitgeschnitten wurden, in denen es um den Umgang mit der Zuliefergruppe ging. Der Konzern hatte Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. - dpa Thyssenkrupp schließt Milliarden-Deal ab. Dem Bericht zufolge gibt es fast 50 Stunden Audiomaterial.

Ein Prevent-Tochterunternehmen hatte vor vier Jahren die Belieferung von VW mit Sitzbezügen und Getriebegehäusen im Streit um Bedingungen eingestellt und VW über Tage zu einem Produktionsstopp gezwungen. Dem Unternehmen liegen die Mitschnitte nach eigener Darstellung nicht vor.

Zwischen VW und Prevent bestehen seit dem Frühjahr 2018 keine Lieferbeziehungen mehr. Noch immer sind Gerichte mit der Auseinandersetzung beschäftigt. Auch in den USA hat Prevent gegen VW Klage eingereicht.

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