Siemens Healthineers will Varian für 16,4 Milliarden US-Dollar kaufen

Bernd Montag Vorsitzender der Geschäftsführung des Medizintechnikkonzerns Siemens Healthineers

Mit dem Milliardendeal will das MDax-Unternehmen sein Amerika-Geschäft ausbauen.

Siemens Healthineers kauft den Medizintechnik-Hersteller Varian für umgerechnet 14 Milliarden Euro. "Sie wird Siemens Healthineers entscheidend voranbringen".

Der Medizintechnikkonzern aus Erlangen will im US-Geschäft deutlich zulegen - und greift dafür tief in die Tasche. Siemens Anteil werde nach der Transaktion von 85 Prozent auf etwa 72 Prozent absinken. Der Vorstand von Varian stimmte dem Plan zu und empfiehlt den Anteilseignern, die Offerte anzunehmen. Der Kauf des amerikanischen Spezialisten zur Krebsbekämpfung solle im ersten Halbjahr 2021 abgeschlossen werden. Der Mutterkonzern beabsichtigt, "langfristiger Mehrheitseigentümer" an Siemens Healthineers zu bleiben. Varian setzte im vergangenen Geschäftsjahr rund 3,2 Milliarden Dollar um und erzielte dabei eine operative Marge von 17 Prozent.

Siemens Healthineers hatte Anfang Mai die Notfallzulassung für seinen Coronavirus-Antikörpertest in den USA erhalten und wenige Wochen später mit der weltweiten Auslieferung des Tests begonnen - unter anderem in den USA, wo das Unternehmen eigenen Angaben zufolge die größte installierte Basis an Analysesystemen hat.

Die Siemens AG begrüßte den geplanten Erwerb und erklärte, die Strategie "Vision 2020+" werde konsequent fortgesetzt. Das Unternehmen beschäftigt rund 50.000 Mitarbeiter an Standorten in mehr als 70 Ländern. "Ein derartiger transformatorischer Schritt wäre in der Konglomeratsstruktur der alten Siemens AG nicht möglich gewesen", fügte er hinzu.

Siemens Healthineers zog zudem die Veröffentlichung des Quartalsberichts um einen Tag auf Sonntag vor. Ohne den Corona-Effekt hätte es ein um etwa vier Punkte höheres Wachstum gegeben, hatte Siemens Healthineers mitgeteilt.

Im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2019/2020 hatte Siemens Healthineers den Umsatz um 3,3 Prozent auf 3,685 Milliarden Euro erhöht. Der Gewinn nach Steuern habe im zweiten Quartal mit 414 Millionen Euro noch über dem Vorjahreswert von 381 Millionen Euro gelegen.

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