Vier weitere frühere Audi-Manager angeklagt ROUNDUP

Schild eines Audi-Händlers

Bald startet im Diesel-Skandal der Prozess gegen den Ex-Audi-Chef.

Die drei mitangeklagten Manager und Ingenieure sollen große Audi-Dieselmotoren mit einer verbotenen Abschaltfunktion entwickelt haben.

Nach Ex-Audi-Vorstandschef Rupert Stadler gibt es auch Klagen gegen drei seiner ehemaligen Vorstandskollegen. Die Ermittler erhoben Anklage gegen die drei Vorstände und einen weiteren hochrangigen Manager, wie zwei mit dem Vorgang vertraute Personen am Mittwoch sagten. Nach Informationen des Handelsblattes handelt es sich dabei um einen früheren Chef der Dieselmotorenentwicklung im Werk Neckarsulm (Kreis Heilbronn). Einem der früheren Vorstände werde darüber hinaus vorgeworfen, Audi im Vorfeld seiner Berufung in den Vorstand im Jahr 2016 über seine Beteiligung an den Manipulationen getäuscht und so in betrügerischer Weise Vorstandsvergütungen erhalten zu haben. Mit ihm stehen drei weitere Angeklagte vor Gericht.

Fünf Jahre nach Aufdeckung des Dieselskandals im VW-Konzern macht die Justiz Nägel mit Köpfen: Die Münchner Staatsanwaltschaft will vier weitere ehemalige Audi-Manager vor Gericht sehen.

Den vier Angeschuldigten wird Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Wer-bung vorgeworfen.

Gegen zwei dieser Manager war bereits Anfang 2019 vor einem Gericht in Detroit in den USA Anklage erhoben worden. Wie sie am Donnerstag mitteilte, soll der nun angeklagte ehemalige Hauptabteilungsleiter die Entwicklung einer Steuerungssoftware für Motoren in Fahrzeugen von Audi, VW und Porsche veranlasst haben.

Die illegale Software habe bewirkt, dass die Abgasminderung bei Tests auf dem Prüfstand besser funktioniert habe als im realen Fahrbetrieb. Laut der Anklage sind über 430.000 Fahrzeuge betroffen. Diese wurden vor allem in den USA und in Europa verkauft.

Stadler beschuldigen die Staatsanwälte, er habe spätestens ab September 2015 trotz Kenntnis der Betrugs-Software den Absatz von Autos der Marken VW und Audi veranlasst beziehungsweise nicht verhindert.

Es handelt sich um drei frühere Vorstandsmitglieder und einen ehemaligen Hauptabteilungsleiter, der sich im Ruhestand befindet. Trotzdem habe er den Verkauf der Fahrzeuge nicht verhindert.

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