Bei Media Markt und Saturn droht der Abbau Tausender Stellen - mögliche Filialschließungen

Ceconomy prüft bei Media Markt und Saturn die Streichung von bis zu 3.500 Vollzeitstellen

Kahlschlag bei den Elektronikhändlern Mediamarkt und Saturn: Die Muttergesellschaft Ceconomy will drastisch sparen - und deshalb viele Filialen schließen. "Angesichts rückläufiger Kundenfrequenzen infolge der Covid19-Pandemie prüft der Konzern ferner, europaweit in begrenztem Umfang defizitäre Stores zu schliessen", schreibt Ceconomy. Betroffen von dem Abbau wären Ceconomy zufolge vorwiegend Arbeitsplätze im europäischen Ausland. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 55 000 Mitarbeiter. Zuletzt notierten sie mit plus 0,8 Prozent nur noch ein wenig über dem Niveau, dass sie vor der Mitteilung hatten.

Beim Elektronikhändler Ceconomy DE0007257503 mit seinen Ketten Mediamarkt und Saturn könnten im Zuge einer Neuaufstellung mehrere tausend Stellen wegfallen.

Doch ist das nicht alles. Das Ziel von CEO Bernhard Düttmann ist es, jährlich rund 100 Millionen Euro laufender Kosten einzusparen. Über eine Umsetzung soll am 12. August entschieden werden.

Die Ankündigung der Filialschließungen kommt nicht ganz überraschend. Das Unternehmen befand sich schon vor der Coronapandemie in einer Krise.

Der Handelskonzern leidet unter einer Umsatzflaute, die zwischenzeitlichen Ladenschließungen durch die Coronakrise haben die Lage noch verschärft. Im Juni übertrafen die Verkaufszahlen mit 1,75 Milliarden Euro den Vorjahreswert sogar um zwölf Prozent.

Entscheidenden Anteil daran hatte jedoch das Online-Geschäft, das zwischen April und Juni um rund 145 Prozent wuchs und mittlerweile mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes ausmacht, während die Kundenfrequenz und die Umsätze in den Filialen rückläufig waren. "Die Märkte werden weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Omni-Channel-Strategie spielen, aber wir müssen und werden uns an das veränderte Kundenverhalten anpassen", kündigte Düttmann an. Das rückt nun offenbar näher.

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