Droht Apple beim iPhone in China ein Absatzeinbruch?

Trump will We Chat verbieten – Apple könnte weltweit Millionen chinesischer Kunden verlieren

Erst kürzlich hatte US-Präsident Donald Trump eine Verordnung erlassen, die Transaktionen mit den chinesischen Unternehmen ByteDance und Tencent offiziell verbietet. Auch der Verkauf anderer Produkte könnte davon betroffen sein.

"Da WeChat in China zu einer alltäglichen Notwendigkeit geworden ist und Funktionen wie Messaging, Zahlungen, E-Commerce, Social Networking, Nachrichtenlesen und Produktivität integriert, glauben wir, dass die Lieferungen von Apple-Hardwareprodukten auf dem chinesischen Markt deutlich zurückgehen werden", zitiert MacRumors aus dem Bericht.

Apples iPhone-Geschäft wird durch die jüngste Strategie der US-Regierung womöglich empfindliche Verluste erleiden.

Sollte Apple gezwungen werden, WeChat nur aus dem US-Apple-Store zu entfernen, erwartet der Analyst vergleichsweise kleine Beeinträchtigungen des massiven iPhone-Geschäfts: In diesem "optimistischen Szenario" könnten die jährlichen iPhone-Verkaufszahlen um 3 bis 6 Prozent sinken, meint Kuo - auch das wären allerdings Umsatzeinbußen im Multimilliardenbereich. Im Juni-Quartal erzielte Apple nämlich nur rund 15 Prozent seines Gesamtumsatzes in China.

Laut dem erfahrenen Analysten Ming-Chi Kuo würde sich das Absatzminus von iPhones in China auf 25 bis 30 Prozent belaufen, wenn WeChat und TikTok komplett aus dem App Store verschwinden sollten.

Kuo argumentiert, dass ein weltweites Verbot von WeChat aufgrund der Größe des chinesischen Marktes verheerend wäre. Vor diesem Hintergrund geht der Branchenbeobachter sogar so weit Investoren zu empfehlen, ihre Aktien von Unternehmen aus Apples Lieferkette abzustoßen, um auf mögliche Reduzierungen der iPhone-Fertigung zu reagieren. Allerdings räumt er auch ein, dass die von US-Präsident Trump in seiner Executive Order angedrohte Sperre erst am 20. September in Kraft treten soll und bis dahin genug Zeit bleibe, um die Sanktionen zu ändern oder zu präzisieren.

Der von zahlreichen Ländern wegen der Coronakrise eingeführte Lockdown und die damit verbundene soziale Distanzierung haben neue Rekorde im Online-Videoverkehr gebracht.

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