Ankündigung von Trump: Israel und Emirate nähern sich an

Die Annäherung soll nach Worten des israelischen Außenministers weitere ähnliche Verträge ermöglichen.

In einem historischen Schritt haben sich Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate überraschend auf ein Friedensabkommen verständigt.

Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate haben überraschend eine Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbart. Im Zuge der Vereinbarung verzichtet Israel vorübergehend auf seine Annexionspläne für Teile des besetzten Westjordanlands. In der Mitteilung heißt es, dieser "historische diplomatische Durchbruch" werde den Friedensprozess im Nahen Osten voranbringen. Trump zufolge wird die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen in den kommenden Wochen im Weißen Haus in Washington schriftlich fixiert. Der Kronprinz von Abu Dhabi, Mohammed bin Said Al Nahjan, bestätigte die Verständigung.

Netanjahu würdigte einen "historischen Tag".

Die Emirate sind ein enger Verbündeter der USA.

In israelischen Siedlerkreisen stößt die Aussetzung der israelischen Annexionspläne im Westjordanland im Gegenzug für diplomatische Beziehungen mit den Emiraten auf scharfe Kritik. Die Emirate und Israel hätten eine Kooperation und einen Fahrplan für bilateralen Beziehungen vereinbart. Aus dem arabischen Raum unterhält Israel bislang nur Beziehungen zu seinen Nachbarn Jordanien und Ägypten. Delegationen aus Israel und den Emiraten wollten in den kommenden Wochen Vereinbarungen über Themen wie Sicherheit, Investitionen, Tourismus, direkte Flugverbindungen, Technologie und eine Einrichtung von Botschaften unterzeichnen, heißt es in der gemeinsamen Erklärung.

Israels Außenministers Gabi Aschkenasi schrieb auf Twitter, es handele sich bei der Vereinbarung mit dem Golfstaat um eine "wichtige Botschaft".

Ein hochrangiger Diplomat der Emirate hatte zuletzt davor gewarnt, dass Israels geplante Annektierung von Gebieten im besetzten Westjordanland die Chance auf eine Normalisierung der Beziehungen zwischen Israel und arabischen Staaten beschädigen könnte.

Trumps Nahost-Plan brachte große Sorge - nun Wende für Israel und Nahen Osten?

Verteidigungsminister Benny Gantz schrieb bei Twitter, es handele sich um "wichtiges und bedeutendes Abkommen". Daran ist auch nichts verkehrt - eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen Israel und arabischen Ländern kann der Region zugutekommen.

Im Beisein von Vertretern der beteiligten Staaten fügte er an, das Abkommen solle nach "Abraham" benannt werden, da dieser für die Verbindung der Weltreligionen stehe. Die Verhandlungen hätten zuletzt in guter Atmosphäre stattgefunden.

Der Dritte im Bunde ist Trump, der sich als Friedensstifter fühlen darf. "Dieses Abkommen ist ein bedeutender Schritt zum Aufbau eines friedlicheren, sichereren und wohlhabenderen Nahen Ostens", sagte Trump. Ab September werden höhere Abgaben auf deutsche und französische Konfitüren fällig. Die Souveränitätsbewegung teilte am Donnerstag mit: "Der Regierungschef driftet nach links ab, vielleicht wegen seiner juristischen Probleme". Die Organisation warf Netanjahu vor, er habe die israelische "Souveränität in Judäa und Samaria" (Westjordanland) in ein Druckmittel bei Verhandlungen verwandelt. Trump habe allerdings darum gebeten, dass Israel die Pläne aufschiebe. Die Emirate hätten ihre geheimen Beziehungen zu Israel jetzt nur offengelegt. Die Beziehungen zwischen Israel und den Emiraten hatten sich in den vergangenen Jahren schrittweise verbessert. "Israel ist dafür belohnt worden, dass es nicht offen erklärt, was es seit Beginn der Besatzung ständig illegal tut". Auch die im Gazastreifen herrschende islamistische Hamas kritisierte die Einigung. Jüngsten Umfragen zufolge liegt Trump deutlich hinter Joe Biden, dem designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Trump sucht für eine Wiederwahl nach außenpolitischen Erfolgen. Umso mehr dürfte er sich mit Hilfe des Abkommens nun als großer Staatsmann darstellen. Trump sagte am Donnerstag im Weißen Haus im Scherz, er habe vorgeschlagen, den Deal das "Donald J. Trump-Abkommen" zu nennen. Das sei aber nicht so gut angekommen, weswegen man es nun als Zeichen der Verbundenheit der Weltreligionen das "Abraham-Abkommen" nenne.

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