BKA fahndet öffentlich nach früherem Wirecard-Vorstand

Wirecard

Nun fahndet das Bundeskriminalamt nach dem ehemaligen Vertriebsvorstand von Wirecard, Jan Marsalek.

Im milliardenschweren Bilanzskandal beim Dax-Konzern Wirecard fahndet das Bundeskriminalamt (BKA) öffentlich nach dem flüchtigen einstigen Vertriebsvorstand Jan Marsalek.

"Aufgrund der derzeitigen Ermittlungsergebnisse wird ein Aufenthaltsort des Gesuchten im Ausland für sehr wahrscheinlich gehalten", teilte das deutsche Bundeskriminalamt am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Die Fahndung nach Marsalek schaffte es in der seit 1967 ausgestrahlten ZDF-Fahndungsreihe "Aktenzeichen XY. ungelöst" am 12. August 2020 auf Sendeplatz eins. Er soll zusammen mit anderen Beschuldigten - etwa Ex-Wirecard-Chef Markus Braun - die Bilanzsumme und den Umsatz des Zahlungsanbieter durch Scheingeschäfte aufgebläht haben, um so das Unternehmen finanzkräftiger und für Investoren und Kunden attraktiver darzustellen. Die Münchner Staatsanwaltschaft geht mittlerweile von einem "gewerbsmäßigen Bandenbetrug" bei Wirecard aus, und zwar seit 2015. Die Ansprüche von Banken und Investoren dazugerechnet, erhöhe sich die Schadenssumme auf 3,2 Milliarden Euro, wie das BKA in einer Presseaussendung mitteilte. Wirecard hatte Scheinbuchungen in Höhe von mutmaßlich 1,9 Milliarden Euro eingeräumt, die der Konzern in seiner Jahresbilanz 2019 auf der Habenseite bilanzieren wollte.

Das Amtsgericht München hatte am 22. Juni einen Haftbefehl gegen Marsalek erlassen.

Eine neue Spur führt nun offenbar auf die Philippinen.

Der brisante Reise-Plan: Demnach wäre Marsalek am 23. Juni in der Hauptstadt Manila eingetroffen und hätte die Philippinen am folgenden Tag von der Provinz Cebu aus - die auf einer anderen Insel liegt - wieder verlassen, hieß es in einer Mitteilung der nationalen Ermittlungsbehörde. Offenbar haben dort Einwanderungsbeamte Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Vertriebsvorstands gefälscht. Zudem seien den Angaben nicht - wie bei solchen Einträgen üblich - die Reisepassdaten des Österreichers beigefügt worden.

Laut dem "Handelsblatt" von Ende Juni soll sich Marsalek zuletzt unter Aufsicht des russischen Militärgeheimdienstes GRU auf einem Anwesen westlich von Moskau aufgehalten haben. Die Beamten hätten falsche Einträge in die Datenbank des Immigrationsbüros eingegeben. Die Rede war von einem Privatjet, der an diesem Tag aus Klagenfurt via Tallinn nach Minsk geflogen sei.

Die neue Regelung zu insolventen Unternehmen wurden von der Deutschen Börse im Rahmen einer Marktkonsultation in den vergangenen drei Wochen abgestimmt.

Die von der Index-Tochter Stoxx Ltd. beschlossene Regeländerung trete zum Donnerstag, 19. August in Kraft.

Die sich daraus aktuell ergebenden Veränderungen in der Zusammensetzung von DAX und TecDAX werden entsprechend am selben Abend nach 22.00 Uhr bekanntgegeben und nach Börsenschluss am Freitag, 21. August, umgesetzt. Grundlage der Berechnung sei die Rangliste vom 31. Juli sowie weitere Vorgaben aus dem Regelwerk. Als Kandidaten für einen Aufstieg in den Index der 30 Börsenschwergewichte gelten vor allem der Essenslieferdienst Delivery Hero und der Duftstoff- und Aromenhersteller Symrise.

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