Jan Marsalek - Interpol und BKA jagen Ex-Wirecard-Manager

Ihm werden Kontakte nach Russland nachgesagt, er selbst bezeichnet sich als "Geheimagenten" - jetzt wird international nach ihm gefahndet: Jan Marsalek (40), der abgetauchte Ex-Wirecard-Vorstand. Der Österreicher war bis Juni 2020 Vorstandsmitglied bei Wirecard.

"Aufgrund der derzeitigen Ermittlungsergebnisse wird ein Aufenthaltsort des Gesuchten im Ausland für sehr wahrscheinlich gehalten", teilte das BKA am Mittwoch in Wiesbaden mit.

Das Bundeskriminalamt hat am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen xy ... ungelöst" ein Fahndungsplakat veröffentlicht, das den österreichischen Ex-Manager zeigt. Er soll zusammen mit anderen Beschuldigten wie dem ehemaligen Wirecard-Chef Markus Braun (51) die Bilanzsumme und den Umsatz des Zahlungsanbieters durch Scheingeschäfte aufgebläht haben, um so das Unternehmen finanzkräftiger und für Investoren und Kunden attraktiver darzustellen.

Die Ermittler verdächtigen Marsalek unter anderem des besonders schweren Falls der Untreue und des gewerbsmäßigen Bandenbetrugs. Es gehe um "Gelder in Höhe von rund 3,2 Milliarden Euro", die "höchstwahrscheinlich weitgehend verloren sind". Euro eingeräumt, die der Konzern in seiner Jahresbilanz 2019 auf der Habenseite bilanzieren wollte - das Ergebnis wahrscheinlich nicht existierender Luftgeschäfte mit Subunternehmern in Südostasien und im Mittleren Osten. Wenige Tage später meldete Wirecard Insolvenz an. Grundlage der Berechnung sei die Rangliste vom 31. Juli sowie weitere Vorgaben aus dem Regelwerk.

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