Streit über türkische Erdgasbohrungen: Macron verstärkt Frankreichs Präsenz im östlichen Mittelmeer

Griechische Insel Kastelorizo vor der türkischen Küste

Mittelmeeranrainer Israel unterstützte die griechische Position. Die Türkei verurteilt diese umstrittene Abkommen scharf und sieht den Festlandsockel und das Seerecht des Landes verletzt. Um die Lage in der Region besser einschätzen zu können und um Entschlossenheit zu demonstrieren, die Einhaltung des Völkerrechts zu gewährleisten, werde die Militärpräsenz in den kommenden Tagen temporär verstärkt, so das Präsidialamt.

In dem Zusammenhang rief Erdogan alle beteiligten Mittelmeerländer zur Zusammenarbeit auf, damit "die Rechte aller geschützt werden".

Mitsotakis hatte zuvor signalisiert, dass er zu Verhandlungen mit der Türkei bereit ist. Mit den Drohungen öffne Ankara nur die Tür für Sanktionen seitens der EU. "Wir sind bereit, mit allen unseren Nachbarn zu reden", hatte Mitsotakis im Staatsfernsehen erklärt.

Indes teilte die türkische Marinebehörde mit, dass ihr seismisches Schiff "Oruc Reis" bis zum 23. August südlich der griechischen Insel Megisti (Kasteloriso) und Rhodos nach Erdgas forschen wird.

Die Suche der Türkei nach Erdgas im östlichen Mittelmeer vor den Inseln Griechenlands ist aus Sicht Athens illegal, weil die Region zur sogenannten Ausschließlichen Wirtschaftszone des EU-Landes gehöre. Auch aus Berlin kam Kritik. In der Nacht bewegte sich das türkische Forschungsschiff "Oruc Reis" weiterhin in einem Seegebiet, das Griechenland als eigene Ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) erachtet.

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