Rassismus-Vorwürfe beim FC Bayern: Rummenigge kündigt Konsequenzen an

Rassismusvorwurf beim FC Bayern Trainer soll Jugendspieler beleidigt haben. Der Eingang des FC Bayern Campus&apos: Das Nachwuchsleistungszentrum ist die sportliche Heimat der A bis F Junioren sowie der Frauenmannschaften des Klubs. (Quelle dpa  Andreas

Die Briefe sollen an Campus-Leiter Jochen Sauer, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge, den damaligen Präsidenten Uli Hoeneß, Sportdirektor Hasan Salihamidzic und Hermann Gerland, den sportlichen Leiter des Nachwuchleistungsentrums, adressiert gewesen sein.

Vorwürfe gegen den Mitarbeiter des "FC Bayern Campus" waren am Montag in einem Beitrag des WDR-Magazins "Sport inside" publik gemacht worden.

Der FC Bayern München muss sich mit Rassismus-Vorwürfen befassen.

Am Dienstag waren Chat-Verläufe aufgetaucht, die den beschuldigten Jugendtrainer schwer belasten. Der FC Bayern hat sich bisher zu den Vorwürfen nicht geäußert, verwies gegenüber "Sport inside" aber darauf, dass derzeit eine Aufarbeitung stattfinde. Dieser soll sich in dem WDR vorliegenden Chat-Protokollen mehrmals rassistisch geäußert haben, unter anderem bei möglichen Neuverpflichtungen. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge sagte dem TV-Sender "Sky": "Es wird auch zeitnah da Konsequenzen geben". "Diese Geschichte passt natürlich überhaupt nicht zu den Werten, die der FC Bayern vertritt", betonte der 64-Jährige. Erst im März dieses Jahres hatte der FC Bayern die Aktion "Rot gegen Rassismus" gestartet. Das Führungsduo hofft auf Hilfe bei der Aufklärung des Sachverhalts und "verurteilt jegliche Art von Diskriminierung und Rassismus". Die Rechtsabteilung befragte mehrere mutmaßlich am vermeintlichen Chat beteiligte Personen.

Durch die Berichterstattung zu dem Thema wurde auch die Staatsschutzabteilung der Münchner Polizei aufmerksam und nahm Ermittlungen auf. "Wir haben das Legalitätsprinzip", sagte Polizei-Pressesprecher Werner Kraus, "das heißt, wir müssen ermitteln, wenn es um eine Straftat geht". "Würden sich die Vorwürfe bestätigen, dann läge hier in eindeutiger Art und Weise eine rassistische Handlung vor", sagte Kraus: "Es wäre dann eine Straftat".

Unterdessen treibt auch der FC Bayern offensichtlich seine interne Untersuchung voran. Der beschuldigte Mitarbeiter steht offenbar vor der Entlassung.

Der beschuldigte Coach soll sich inzwischen selbst zur Wehr setzen und hat angeblich Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt. Dieser hatte zunächst deren Echtheit bestritten und behauptet, sie seien über einen Fake Account beim Kurznachrichtendienst Twitter verbreitet worden.

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