Russische COVID-19-Vakzine: WHO betont Notwendigkeit sorgfältiger Prüfungen neuen Corona-Impfstoffs

Putin verkündete dass seine Tochter bereits geimpft worden sei

Den Wettlauf um die erste Zulassung eines Corona-Impfstoffs hat Russland für sich entschieden - doch statt Jubel gibt es viel Kritik. Dass die Suche nach einem Vakzin nicht nur aus Menschenliebe geschieht, sondern auch geschäftliche Interessen verfolgt, verdeutlicht unter anderem die Tatsache, dass die Länder sich Kontingente auf aussichtsreiche Kandidaten sichern, noch bevor diese alle der üblichen Tests durchlaufen haben. Experten zeigen sich sehr skeptisch. "Das russische Vakzin gegen das Coronavirus ist effektiv und bildet eine beständige Immunität", sagte Kremlchef Wladimir Putin am Dienstag im Staatsfernsehen.

Russland will laut Behördenangaben den neuen Impfstoff "Sputnik V" nennen, vor allem für den Verkauf im Ausland und mit Bezug auf den erfolgreichen Start des ersten Satelliten "Sputnik" vor 63 Jahren.

Die russische Bevölkerung soll bereits ab Januar mit dem neuen Stoff geimpft werden, wie russische Agenturen unter Berufung auf das Arzneimittelregister des Gesundheitsministeriums berichteten. Jänner 2021 in den Umlauf gebracht werden. "Ganz sicher nicht außerhalb einer klinischen Versuchsreihe", betonte Scott Gottlieb, der frühere Chef der mächtigen US-Behörde für Lebensmittel und Arzneimittel-Sicherheit (FDA), am Dienstag im US-Fernsehen. Weder die Wirksamkeit noch die Nebenwirkungen lassen sich derzeit fundiert beurteilen. Eine Zulassung nach einer Phase-II sei "zum Glück und richtigerweise undenkbar ohne Phase-III für unsere Breiten", sagte auch die österreichische Vakzinologin Univ. -Prof. Dr. Ursula Wiedermann-Schmidt, MedUni Wien, gegenüber der APA. Ausländische Experten hatten bereits zuvor ihre Besorgnis über die Geschwindigkeit bekundet, mit der das Land einen eigenen Impfstoff entwickelt. Zugleich weise man aber darauf hin, dass die beschleunigte Impfstoffforschung in jedem Entwicklungsschritt gemäß bewährter Prozesse vonstattengehen sollte. Es gehe nicht darum, irgendwie erster zu sein, sondern einen wirksamen und sicheren Impfstoff zu haben.

Damit der russische Coronavirus-Impfstoff "Sputnik V" angewendet werden kann, muss die Impfung - wie vorherige Tests in der Bevölkerung - den Vorschriften der brasilianischen Überwachungsbehörde für Gesundheit Anvisa folgen. Brasilien ist eines von fünf Schlüsselländern, die bereit sind, die Produktion des russischen Impfstoffs 'Sputnik V' zu gewährleisten.

Auch die Bundesregierung und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatten zurückhaltend auf die Zulassung des Impfstoffs in Russland reagiert. Russland wies indes Vorbehalte aus dem Ausland an "Sputnik V" zurück.

Aus Österreich kam in einer ersten Reaktion eine deutliche Absage aus dem Gesundheitsministerium, ohne dabei Russland oder "Sputnik V" zu erwähnen.

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