Vergleich im Abgasskandal: Daimler zahlt Milliarden an US-Kläger

Die Kosten dafür gehen in die Milliarden, teilte der Stuttgarter Autobauer mit.

Der Autokonzern Daimler hat sich in der Dieselaffäre in den USA mit Behörden und klagenden Kunden im Grundsatz auf Vergleiche geeinigt.

Die strafrechtlichen Ermittlungen, die in den USA seit 2016 gegen Daimler laufen, sind von den Vergleichen nicht betroffen. Für Vergleiche mit mehreren US-Behörden würden rund 1,5 Milliarden Dollar (1,27 Milliarden Euro) fällig, für die Beilegung einer Sammelklage von Verbrauchern etwa 700 Millionen Dollar, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Vorstand und Aufsichtsrat des Autobauers haben den Plänen zugestimmt. Die zuständigen Behörden und Gerichte müssen den Vergleichen demnach noch zustimmen.

Daimler zahlt einen Milliardenbetrag an US-Kläger. "Für die erwarteten Gesamtkosten der Vergleiche hat das Unternehmen ausreichend bilanzielle Vorsorge getroffen". Unter anderem deshalb war das Ergebnis 2019 drastisch eingebrochen.

Bild 1 von 73 Mitte September 2015: Die US-Umweltschutzbehörde EPA beschuldigt den Volkswagen-Konzern, Diesel-PKWs der Baujahre 2009 bis 2015 mit einer Software ausgestattet zu haben, die die Prüfungen auf US-amerikanische Umweltbestimmungen austrickst. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart hatte Daimler zudem im vergangenen Jahr ein Bußgeld über 870 Millionen Euro auferlegt. Beide Behörden schicken Beschwerden an VW.

Auch Fiat Chrysler und zuvor schon Volkswagen hatten nach dem Abgasbetrug in den USA Vergleiche ausgehandelt, um die Verfahren beizulegen. Hinzu kämen weitere Aufwendungen in Höhe eines mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrags, um Anforderungen aus den Vergleichen zu erfüllen, hieß es.

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