Telekom-Gewinn sackt wegen Sprint-Übernahme in USA ab | Wirtschaft Überblick

Das Logo der Deutschen Telekom steht in einer Verkaufsfiliale des Unternehmens in der Kölner Innenstadt

Dabei erwirtschaftete die Telekom wegen der Übernahme in den USA deutlich weniger Gewinn.

Die milliardenschwere Fusion der Tochtergesellschaft T-Mobile US mit der kleinere amerikanischen Sprint-Gruppe schlug im zweiten Quartal mit umgerechnet rund 700 Millionen Euro zu Buche. Im Vorjahr hatte die Telekom hier 24,7 Milliarden Euro verdient und wollte das operative Ergebnis auf Basis konstanter Wechselkurse ohne Sprint bisher auf 25,5 Milliarden Euro steigern.

Mit dem Ergebnis übertraf die Telekom die Prognosen vieler Analysten. Hier wirken sich die bereits bei Bekanntgabe des Zusammenschlusses mit Sprint angekündigten Integrationskosten aus.

Nach der Fusion mit Sprint in den USA gab die Telekom neue Jahresziele aus. Diese hatten im Schnitt einen Umsatz von 25,6 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von knapp 9 Milliarden Euro erwartet. Zuvor standen rund 8 Milliarden Euro im Plan.

Die Deutsche Telekom hat ihre Quartalszahlen vorgelegt. So rutschte der Nettogewinn um mehr als 20 Prozent auf 754 Millionen Euro ab. Trotz des negativen Pandemie-Effekts auf die Roaming-Umsätze stieg der Gesamtumsatz des operativen Segments Deutschland im zweiten Quartal im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent auf 5,4 Milliarden Euro.

Auch insgesamt hielten sich die Auswirkungen der Pandemie laut Mitteilung in Grenzen. Im Großkundengeschäft hätten sich neue Aufträge verzögert, was T-Systems einen Rückgang des Betriebsergebnisses von fast 23 Prozent auf 98 Millionen Euro einbrockte.

Im Mobilfunkgeschäft machten sich die wegen der Reisebeschränkungen fehlenden Roaming-Umsätze bemerkbar. Günstige Wechselkurseffekte vor allem wegen des starken US-Dollar trugen zum Umsatzplus bei, aber nicht mehr so stark wie oft in der Vergangenheit. Rechnet man zudem Wechselkursschwankungen heraus, so seien die Erlöse laut Unternehmensangaben weitgehend stabil geblieben. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen allerdings legte bei wachsendem Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2,3 auf knapp 3,1 Milliarden Euro zu. T-Mobile US stieg damit bei den Kundenzahlen nach eigenen Angaben zum zweitgrössten Mobilfunker in den USA auf - noch vor US-Telekomriese AT&T.

Für den deutschen Markt sprach die Telekom von einem "grundsoliden" Quartal "in der globalen Krise". Die Mobilfunk-Serviceumsätze lagen deshalb im zweiten Quartal um 1,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Der Zuwachs bei den Breitbandkunden sei mit 87 000 Neukunden auf nun 13,9 Millionen Nutzer stärker als bei den Wettbewerbern.

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