Gesundheitsämter: Corona in Deutschland: Kein Zeichen der Entspannung

Zahl der Corona

Bei jüngeren Menschen treten schwere Verläufe seltener auf als bei älteren. Im April lag das Durchschnittsalter der vom RKI erfassten Infizierten bei 50 Jahren, aktuell bei 34 Jahren. Der Gesundheitsminister warnt sie davor, die Entwicklung zu unterschätzen.

Deutschlandweit sinkt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen mit dem Coronavirus, neue Todesfälle sind nicht hinzugekommen. Zum Vergleich: In der Woche zwischen 27. April und 3. Mai waren es rund 327.000 Tests.

Am Mittwoch meldete das Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1226 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden den höchsten Wert seit Mai. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen.

Der Anteil an Kreisen, die keine Neuinfektionen übermittelt haben, sei in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen.

Lesen Sie hier aus unserem Plus-Angebot: Corona - Schaffen wir das?

Die Zahl der aus den Bundesländern übermittelten Corona-Fälle in Deutschland war seit Mitte März bis Anfang Juli rückläufig, seitdem nimmt sie wieder stetig zu. Die Positivrate lag bei 3,9 Prozent.

Das RKI hält sich allerdings zurück, diese beiden Angaben aus sehr unterschiedlichen Datenquellen miteinander ins Verhältnis zu setzen. "Eine niedrige Prozentzahl zeigt, dass breit getestet wird und so auch eher Menschen mit zum Beispiel leichten Symptomen erfasst werden, die sonst vielleicht nicht erfasst worden wären". Die grundsätzliche Schlussfolgerung, steigende Fallzahlen seien nur davon abhängig, bezeichnet das SMC aber als unzulässig. Die Zahl war nach den immer noch über 1000 liegenden Werten im Mai in der Tendenz gesunken, seit Ende Juli steigt sie wieder.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 219 964 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 13.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt laut RKI nun bei 9211. Dies kann nach RKI-Angaben zu einem Anstieg der Zahlen führen. Bis Sonntagmorgen hatten etwa 201 300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Auf großes Interesse dürfte die Antikörperstudie von mehr als 2000 Menschen im Corona-Hotspot Kupferzell treffen.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland bei 1,29 (Vortag: 1,08).

Seibert betonte auch, dass deutlich mehr jüngere Menschen unter den Infizierten seien, sie seien sehr mobil und hätten so ein größeres Potenzial, die Infektion weiterzutragen. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

► Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 13.8., 0.00 Uhr, bei 1,06. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Related:

Comments

Latest news

Schwerer Sturz bei Lombardei-Rundfahrt
Erst vor zehn Tagen war Evenepoels Teamkollege Fabio Jakobsen bei der Polen-Rundfahrt schwer gestürzt. Bis Sonntag werde er zur Beobachtung im Krankenhaus bleiben und dann in seine Heimat fliegen.

Kahlschlag bei Mediamarkt und Saturn beschlossen: 3.500 Jobs fallen weg
Der Minderheitseigner von MediaMarktSaturn, die Familie Kellerhals, unterstütze die Entscheidung für den Umbau, hieß es weiter. Ob und wie viele Stellen bei der Österreich-Tochter abgebaut werden, ist bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt.

Havarierter Frachter vor Mauritius auseinandergebrochen
Der etwa 300 Meter lange japanische Frachter war vor rund drei Wochen vor der Südostküste von Mauritius auf Grund gelaufen. Das Entfernen vom restlichen Schiffsteil, das auf dem Riff festhängt, wird vermutlich noch Monate dauern.

Pompeo unterzeichnet Vertrag über mehr US-Soldaten für Polen - Brennpunkte
Der Vertrag sieht auch die Verlegung eines Teils des Hauptquartiers des US Army Corps V von Fort Knox, Kentucky, nach Polen vor. Nach Angaben des polnischen Verteidigungsministeriums wird dieser Vorposten bereits im Oktober in Poznan (Polen) eingerichtet.

Multiplayer kosten
Die Spieler fürchten jedoch, dass dann ein Spiel immer mehr Pay-to-Win Elemente besitzt und damit nicht mehr interessant ist. Die ersten Bugs werden bereits erwartet und man hofft viele zu finden damit sie bis 2018 ausgemerzt werden können.

Other news