Chinesischer Smartphone-Hersteller: USA verhängen Sanktionen gegen 38 Huawei-Tochtergesellschaften

Das US-Vorgehen in Bezug auf den chinesischen Telekommunikationskonzern Huawei ist laut dem Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Zhao Lijian, ein rein hegemoniales Verhalten, das gegen die Grundsätze des internationalen Handels und des fairen Wettbewerbs verstößt.

"China geht entschieden gegen die Verleumdung und den Druck auf Huawei und andere chinesische Unternehmen an". Damit sind nun auch Produkte europäischer Halbleiter-Unternehmen wie NXP oder STMicroelectronics betroffen, wie ein ranghoher amerikanischer Regierungsbeamter betonte. Jetzt wurde das Verbot auch auf eigene Produkte der Chipfirmen erweitert.

Huawei entwickelt selbst Hauptprozessoren für seine Smartphones sowie Modem-Chips für die Verbindung zum Mobilfunk-Netz. Dabei werden in der Branche auf breiter Front Maschinen und Software aus den USA eingesetzt. Die US-Regierung hatte die Sanktionen gegen Huawei im Mai 2019 verhängt. Der US-Regierungsbeamte machte mit Hinweis auf gesetzliche Vorgaben keine Angaben dazu, ob irgendwelchen Unternehmen bereits eine solche Erlaubnis gewährt worden sei.

Die US-Regierung hat weitere Firmen aus dem Umfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden. In Deutschland wurden neu Huawei Technologies Düsseldorf, Huawei Cloud Berlin und Huawei OpenLab München auf die Liste genommen. Insgesamt sind Huawei-Tochtergesellschaften in 21 Ländern betroffen, darunter in China, Brasilien, Argentinien, Frankreich, Singapur, Thailand und Großbritannien. Die US-Regierung befürchtet, dass Huawei sich über sein Firmennetzwerk über Umwege Zugriff auf US-Technik verschaffen könne.

Das Geschäft von Huawei wird schon von den Sanktionen beeinträchtigt. Durch die starke Position im Heimatland wurde Huawei im vergangenen Quartal dennoch zur weltweiten Nummer eins in einem geschrumpften Smartphone-Markt.

Zudem ließ das US-Handelsministerium am Montag auch die Ausnahmeregelung auslaufen, die Huawei die Versorgung amerikanischer Mobilfunk-Anbieter erlaubte. Zugleich gab es eine Ausnahmeerlaubnis für einige Bereiche - vor allem, weil viele regionale Netzbetreiber in den USA Huawei-Technik gekauft hatten.

Die Vereinigten Staaten hätten Huaweis Kunden genug Zeit gegeben, sich umstellen, erklärte Außenminister Mike Pompeo.

Präsident Donald Trump bekräftigte die Vorwürfe gegen Huawei am Montag.

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