Anleger positiv gestimmt - Bayer verlängert mit Baumann bis 2024

Bleibt an der Spitze des Pharma und Agrarchemiekonzern Bayer Werner Baumann

Im Prozess um angebliche Krebsrisiken des Unkrautvernichters Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat steuern die Leverkusener nach eigenen Angaben auf einen Kompromiss mit US-Klägern zu.

Mit der Vertragsverlängerung verkündete Bayer nun, dass das Unternehmen mit den Klägeranwälten Fortschritte bei einem überarbeiteten Konzept für einen Vergleich erzielt habe.

Der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer wird auch in den kommenden Jahren von Werner Baumann geleitet.

Neue Nachrichten aus dem Bayer-Konzern haben den Papieren des Agrarchemie- und Pharmakonzerns im vorbörslichen Freitagshandel geholfen. Die Entscheidung sei einstimmig gefallen.

Die übliche Vertragslaufzeit bei Bayer beträgt vier Jahre, die kürzere Laufzeit ist laut Pressemitteilung das Ergebnis eines Wunsches Baumanns.

Zur Beilegung von insgesamt etwa 125.000 eingereichten sowie drohenden Klagen erzielte Bayer im Juni einen Vergleich im Volumen von bis zu 10,9 Milliarden Dollar (9,2 Milliarden Euro). Der Manager sei für die Übernahme des US-Saatgutherstellers Monsanto verantwortlich, durch die sich Bayer auch den Ärger rund um die Glyphosat-Frage eingefangen hat. Der Aufsichtsrat erwarte, "dass der Rechtskomplex Glyphosat in einer für das Unternehmen zufriedenstellenden Weise gehandhabt wird, die wirtschaftlich sinnvoll und so strukturiert ist, dass mögliche künftige Fälle effizient geregelt werden können", erklärte Aufsichtsratschef Winkeljohann. Die Details sollen demnach in den kommenden Wochen endgültig vereinbart und dann dem zuständigen US-Gericht zur vorläufigen Genehmigung vorgelegt werden. Dies komme seiner persönlichen Lebensplanung entgegen. Der Plan stehe "im Einklang mit der seit langem bestehenden Position von Bayer, dass das Unternehmen eine Beilegung in Betracht zieht, solange sie zu angemessenen finanziellen Bedingungen erreicht werden kann und sowohl aktuelle als auch mögliche künftige Ansprüche berücksichtigt", teilte der Konzern mit, blieb darüber hinaus aber vage.

Werner Baumann ist Architekt einer der umstrittensten Übernahmen der deutschen Wirtschaftsgeschichte und war bei Bayers Hauptversammlung 2019 der erste amtierende Dax-Chef, der von den Aktionären nicht entlastet wurde.

"Ich bin dem Aufsichtsrat für das entgegengebrachte Vertrauen sehr dankbar", sagte Baumann laut Mitteilung. Baumann arbeitet seit 1988 für Bayer, wurde 2010 in den Vorstand berufen und rückte im Mai 2016 an die Spitze des Gremiums auf.

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