Mit Verspätung: Volkswagen startet Auslieferung des ID.3

Fast fertig Der ID.3 bei der Endmontage in Zwickau

Ein VW ID.3 fährt vor der Gläsernen Volkswagen-Manufaktur entlang. Die studierte Ingenieurin ist davon überzeugt, dass sich der batterieelektrische Antrieb durchsetzen wird, weil er "einfach der energieeffizienteste ist", sagt Bagschik bei der feierlichen Auslieferung des ersten reiner Stromers in Dresden.

Die Anlaufprobleme des ID.3 sind nicht wegzudiskutieren. Der ID.3 soll der Auftakt zu einem grundlegenden Wandel sein - für Autofahrer und Autobauer gleichermaßen.

Der ID.3 soll dazu beitragen, E-Mobilität massentauglich zu machen.Er ist verglichen mit bisherigen Mittelklasse-Elektroautos relativgünstig und hat eine höhere Reichweite. Wer leises und komfortables Fahren, mit guter Beschleunigung mag, liegt mit einem E-Auto, wie dem ID.3 richtig. Aber besonders die Software erwies sich in der Vorbereitung als Achillesferse. Einige Funktionen sind in den jetzt ausgeliefertenAutos noch nicht verfügbar, die Kunden müssen im Winter Updatesnachladen. Im Unternehmen bezeichnet so manche Stimme das als sehr ärgerlich. "Wir freuen uns jetzt parallel zur Fertigung des E-Golfs bereits den ID.3 einzurüsten, sodass wir dann in der 4. Woche 2021 direkt loslegen können mit der Fertigung", erklärt Standortleiter Danny Auerswald.

Besonders die Vernetzung der Steuergeräte ist ein hoch komplexes Thema. Das Magazin "Auto, Motor und Sport" sieht nach einem Fahrtest bei der ID.3-Elektronik "erheblichen Nachbesserungsbedarf". So hätten im vorliegenden Modell das Navi-System nur eingeschränkt und weitere Online-Dienste gar nicht funktioniert. Konzernchef Herbert Diess ließ jüngst auch den Chef des US-Rivalen Tesla, Elon Musk, einen ID.3 Probe fahren. Der Druck auf die Entwickler und Linien war hoch, in internen Tests hatte man Mängel gefunden. Die Frage, ob der Anlauf der ID-Reihe nun klappt, dürfte wesentlich für Diess' Zukunft sein.

Die Begeisterung für das Modell ist bei vielen groß. Denn er wusste, dass ein Neuwagen schon so gut wie vor der Haustür steht.Christian Stadler ist der erste Kunde, der am Freitag in der Gläsernen Manufaktur in Dresden einen der ersten vollelektrischen ID.3 von Volkswagen (VW) in Empfang nehmen konnte. Zehntausende lassen sich für die E-Mobilität qualifizieren, ganze Werke wie Emden, Hannover sowie Standorte in den USA und China werden umgerüstet. Bei der Lkw-Tochter MAN, die ein Werk in Plauen hat, sollen bis zu 9.500 Jobs wegfallen. Die Produktion des Autos soll CO2-neutral sein.

Die Nachfrage nach vor allem kleineren Elektroautos war zuletzt auch durch die aufgestockten Kaufprämien gestiegen. Die Anpassung der Kapazitäten ist für die Autobauer jedoch schwierig. Gleichzeitig muss VW etwa für die E-Version des Kleinstwagens Up einen Bestellstopp verhängen, weil die Produktion hier nicht mit den Bestellungen mithält und so längere Wartezeiten entstehen.

Auch Automarktexperte Stefan Bratzel betont, VW müsse beim Thema Software "schnell besser werden". Eine neue Software-Gruppe für den Konzern wird derzeit aufgebaut. Die Komplexität der nötigen Vernetzung sei bisher in der gesamten deutschen Autobranche unterschätzt worden, meint Bratzel.

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