Biontech übernimmt Novartis-Werk in Marburg

1 Biontech will ein Werk für die mögliche Impfstoffproduktion übernehmen

Weltweit erproben derzeit Pharma-Unternehmen ihre Mittel gegegen den Erreger.

Biontech plant künftig in Marburg einen möglichen Corona-Impfstoff herzustellen.

Gemäß Statue sind eine Produktion von maximal 1,3 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff möglicherweise jährlich.

Über den Kaufpreis machten die Unternehmen keine Angaben.

Um gleich nach Zulassung liefern zu können, wird bereits Impfstoff produziert - 100 Millionen Dosen kündigt Sahin noch für dieses Jahr an.

1 Biontech will ein Werk für die mögliche Impfstoffproduktion übernehmen
1 Biontech will ein Werk für die mögliche Impfstoffproduktion übernehmen

Das Werk in Marburg ist eine hochmoderne Multi-Plattform GMP-zertifizierte Produktionsstätte, die rund 300 Mitarbeiter beschäftigt. Der Vertrag wurde am Mittwochabend unterzeichnet. Demnach sind inzwischen rund 29.000 Probanden für die große Phase-III-Studie mit "BNT162b2", einem der vier mRNA-Kandidaten, an denen BioNTech arbeitet, rekrutiert. Mit Marburg kämen auf lange Sicht 750 Millionen Dosen pro anno hinzu.

"Dieser Zukauf unterstreicht Biontechs Engagement, die Produktionskapazitäten erheblich zu erweitern, um nach der Marktzulassung eine weltweite Versorgung mit einem potenziellen Impfstoff zu ermöglichen", sagte Finanzvorstand Sierk Poetting.

Sahin erklärte, der derzeit getestete Impfstoff werde zwei Mal intramuskulär verabreicht: am Tag eins und drei Wochen später noch einmal. Diese Folgen seien aber vorübergehend. Der Impfstoff sei in der Lage, sowohl die Bildung von spezifischen Antikörpern als auch von T-Zellen zu fördern - beide sind für die Immunabwehr wichtig. Man arbeite an einer parallelen Zulassungsstrategie für Europa und die USA, versichert der BioNTech-Chef auf die Frage, welche Länder zuerst beliefert würden; Vorverträge gebe es mit der EU, den USA, UK und Japan. Es gebe Kontakte sowohl zur Europäischen Arzneimittel-Agentur EMA als auch zur US-Arzneimittelbehörde FDA. Bei den Auslieferungen soll auf das weltweite Vertriebsnetz von Pfizer zurückgegriffen werden.

BioNTech gilt neben der Tübinger Curevac als das deutsche Biotech-Unternehmen mit den besten Aussichten auf die Herstellung eines wirksamen Corona-Impfstoffs. Für die beschleunigte Erforschung von Corona-Impfstoffen hatte das Ministerium ein Sonderprogramm mit einem Fördertopf von 750 Millionen Euro gestartet. Absolute Priorität habe die Sicherheit. "Der erwiesene Nutzen eines Impfstoffes muss deutlich höher sein als die möglichen Risiken".

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