Erneut über 2000 Corona-Neuinfektionen - höchster Wert seit April

Corona-Testzentrum

"Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg", sagte der Virologe Christian Drosten am Donnerstag bei einem Kommunikationskongress in Berlin.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat erneut die Schwelle von 2000 übersprungen und den höchsten Wert seit April erreicht. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach RKI-Angaben vom Mittwochmorgen 1901 neue Corona-Infektionen gemeldet.

Der Höchststand der täglich gemeldeten Neuinfektionen lag Ende März / Anfang April bei mehr als 6.000.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen ist erstmals seit August wieder über die Marke von 2.000 gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Anzahl der neu entdeckten Infektionen hängt wahrscheinlich auch von der Anzahl der getesteten Personen ab. Der Wert von rund 2200 Neuinfektionen sei "schon nicht so eine beliebige Schwankung. Sondern wir sind jetzt wieder im Anstieg", sagte der bekannte Virologe der Berliner Charité auf einem Kongress, wo er für seine Aufklärungsarbeit in der Pandemie ausgezeichnet wurde. Die Schwankungen im August seien vor allem auf importierte Fälle aus dem Ausland zurückgegangen, die Infektionsketten seien in Deutschland abgerissen. Denn der jetzt diagnostizierte Fall sei in erster Linie ein Hinweis auf das Cluster, in dem der Mensch sich vor einer Woche angesteckt hat.

Ein Cluster kann beispielsweise eine Gruppe von Menschen bei einer Familienfeier sein. "Während der Anteil der Infektionen im Ausland um über 50% in vergangenen vier Wochen gesunken ist (auf zuletzt 21%), sind die tatsächlichen Gesamtfallzahlen über diesen Zeitraum konstant geblieben", schreibt das RKI. Anders bei den aktuellen Fällen: "Und da ist im Hintergrund ein unerkanntes Cluster".

Drosten betonte, dass die Situation nicht mit der von März vergleichbar sei. Selbst wenn demnächst - wie damals Ende März/Anfang April - mehr als 6000 Neudiagnosen pro Tag gemeldet würden, sei das nicht dasselbe, weil viel mehr getestet werde. "Das heißt, wir müssen uns eigentlich jetzt so drauf einstellen, dass das, was wir sehen, der Beginn einer Inzidenzzunahme ist, die man irgendwann auch dann wieder kontrollieren muss", sagte Drosten.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich laut RKI demnach mindestens 265.857 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 17.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9371. Seit dem Vortag wurden drei weitere Todesfälle gemeldet. Bis Donnerstagmorgen hatten etwa 237.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Nach Schätzungen von RKI in Deutschland betrug die Anzahl der Reproduktionen, kurz R-Wert, laut Managementbericht vom Mittwochabend (Vortag: 1,04) 1,00. Der R-Wert gibt den Kontaminationsprozentsatz etwa anderthalb Wochen im Voraus an.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert lag - nach einem leichten Rückgang - noch Anfang September zeitweise bei unter 7500 und ist seitdem wieder nach oben geklettert. Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

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