Opel - "Betriebsbedingte Kündigungen möglich"

Die Mitarbeiter im Opel Werk in Rüsselsheim sind von den Sparplänen besonders betroffen

"Nach der Ankündigung der Geschäftsführung, betriebsbedingte Kündigungen nicht mehr ausschließen zu wollen, gibt es große Verunsicherung in der Belegschaft", erklärten Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne). "Wer das tut, spielt mit dem Feuer", betonte Jörg Köhlinger, Leiter des IG Metall Bezirks Mitte. Nach Angaben eines Sprechers will Opel die Situation im November bewerten und darauf basierend die Umsetzung betriebsbedingter Kündigungen prüfen. Sie seien für schwierige Situationen gemacht und könnten nicht nach Belieben in Frage gestellt werden. Bisher haben sich nach Angaben eines Unternehmenssprechers aber nur 500 Mitarbeiter für freiwillige Alters- und Abfindungsprogramme entschieden. Betroffen ist vor allem der Stammsitz Rüsselsheim.

Opel hatte davon gesprochen, dass in Gesprächen mit dem Betriebsrat und der IG Metall vereinbart worden sei, schnell weitere Alternativen zu untersuchen. Wenn das Ziel nicht durch freiwillige Maßnahmen erreicht werden sollte, werde eine Überprüfung des sogenannten Zukunftstarifvertrags vorgenommen. "Darauf basierend würde auch die Umsetzung betriebsbedingter Kündigungen geprüft".

Opel habe Investitionen in Modelle für eine langfristige Absicherung der Standorte und den Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen in den nächsten fünf Jahren zugesagt, erklärte der Opel-Beauftragte der IG Metall, Rudolf Luz.

Hessens Landesregierung hat den Autobauer Opel angesichts Entlassungsdrohungen zu Vertragstreue aufgefordert.

In einem Flugblatt verwahrte sich der Betriebsrat an die Mitarbeiter gegen den Eindruck, dass das Vorgehen mit ihm abgestimmt sei. "Wenn das jetzt in Frage gestellt wird, ist das die Aufkündigung der Zusammenarbeit". Denn bis Ende 2022 sollten bis zu 2100 Arbeitnehmer freiwillig über Abfindungen oder Altersteilzeit ausscheiden. Das sei nicht in Ordnung. Das bringe nur Unruhe und schade dem sozialen Miteinander zwischen Geschäftsleitung, Betriebsrat und Mitarbeitern.

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