Ohne Abstand auf Tribüne: DFL im Gespräch mit Bayern-Bossen

Ohne Abstand ohne Maske. Die Chefs des FC Bayern und FC Schalke 04 stehen auf der Tribüne in der Münchner Arena

Bayern-Vorstand Oliver Kahn berief sich auf offizielle Vorgaben, durch die gedeckt gewesen sei, dass die Funktionäre ohne Maske direkt nebeneinander saßen.

Auch Bayern-Präsident Herbert Hainer äußerte sich im "Kicker" entsprechend: "In Zukunft werden wir uns absolut regelkonform verhalten."Beim 8:0 zum Bundesliga-Auftakt gegen den FC Schalke 04 am Freitagabend in der Allianz Arena hatten die Vereinsvertreter der Bayern und auch der Gäste aus Gelsenkirchen ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz auf der Ehrentribüne eng zusammengesessen". "Es gab keine Vorgaben, weil wir uns an die bayerische Verordnung gehalten haben, die genau das auch erlaubt", sagte er im ZDF. In Paragraf 9 wird betont, dass der Veranstalter bei bundesweiten Sportveranstaltungen sicherstellen muss, dass grundsätzlich ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen allen Zuschauern eingehalten werden kann, die beispielsweise nicht zu einer Familie gehören.

Daher habe es das Ministerium "mit Blick auf die Vorbildfunktion" überrascht, dass die Bayern-Funktionäre weder an Abstand noch an Maske dachten. Huml verwies noch einmal auf die gestiegenen Corona-Infektionszahlen in München. Aus diesem Grund hatte die Partie erneut vor leeren Rängen gespielt werden müssen. "Masken aufsetzen, wo nötig", sagte Huml.

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat die Chefetage des FC Bayern München für das enge Beieinandersitzen beim Bundesliga-Aufakt scharf kritisiert. "Kinder sollen in der Klasse im Unterricht Maske tragen". Wegen der Corona-Lage in München hatte die Stadt aber kurzfristig ihre Genehmigung dafür wieder entzogen.

Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge hat für künftige Stadionbesuche der Führungsriege des FC Bayern ein in Corona-Zeiten angemesseneres Verhalten versprochen. "Wir werden das ändern", sagte Rummenigge am Sonntag in der TV-Sendung "Sky90". Dem DFL-Konzept für den aktuellen Sonderspielbetrieb zufolge herrscht bei 35 oder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus pro Woche pro 100.000 Einwohner eine ständige Maskenpflicht auf den Tribünen.

In Paragraf 2 der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung in Bayern ist der gemeinsame Aufenthalt im öffentlichen Raum in Gruppen von bis zu zehn Personen gestattet. Wichtig sei dem Verein aber auch, möglichst bald wieder vor Publikum spielen zu können.

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