Niedersachsen: Warnstreiks im öffentlichen Dienst - Das plant Verdi

Ab Dienstag: Verdi kündigt Streiks im öffentlichen Dienst an

Gerade der öffentliche Dienst habe während des Lockdowns das Land und die Gesellschaft am Laufen gehalten, etwa bei der Zuteilung staatlicher Hilfen, der Kinderbetreuung, im Krankenhaus und in der Pflege sowie in der Verwaltung.

Die Gewerkschaft Verdi hat zu Warnstreiks im öffentlichen Dienst aufgerufen. Das bestätigt Verdi-Pressesprecherin Ute Fritzel auf Anfrage.

Die Gewerkschaft plant diese Woche auch Warnstreiks in Rheinland-Pfalz.

Wann genau in Hessen mit Streiks gerechnet werden muss und ob auch Kitas betroffen sind, wollte Verdi zunächst nicht mitteilen. Rund 100 Beschäftigte aller Bereiche kamen vor dem Rathaus zu einer zentralen Kundgebung der Gewerkschaft Ver.di zusammen.

Die Verhandlungen mit dem Bund und den kommunalen Arbeitgebern am Wochenende in Potsdam seien "sinnlos verplemperte Zeit" gewesen, sagte Verdi-Chef Frank Werneke am Sonntag. Welche Auswirkungen gibt es in Stadt und Kreis Gießen?

Ab heute müssen sich Krankenhauspatienten, Eltern von Kita-Kindern und auch Behörden-Gänger in mehreren Regionen Deutschlands auf massive Einschränkungen durch den Arbeitskampf gefasst machen. "Das ist ja so viel Geld, wie wir gerade vom Bund erhalten haben für unsere Gewerbesteuerausfälle", erklärte Mägde. "Geplant sind in den nächsten Tagen dezentrale Streiks unter Corona-Bedingungen", sagte Gewerkschaftssprecher Matthias Büschking.

Neben der Kreisverwaltung bestreikt die Gewerkschaft Verdi sämtliche Standorte der Mühlenkreiskliniken. "Gestern wurde applaudiert - und heute zeigen die Arbeitgeber ihr wahres Gesicht", kritisierte Daniel Kolle, Bezirksgeschäftsführer von Verdi Köln-Bonn-Leverkusen, das Verhalten der Arbeitgeber. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor.

Eine bedeutende Rolle werden laut Werneke die Kliniken spielen. Auch die besonderen Arbeitsbedingungen im Pflegebereich seien im Fokus.

Rund 300 Beschäftigte der Rheinenergie AG/Stadtwerke Köln werden laut Angaben der Gewerkschaft Verdi die Arbeit niederlegen. Dessen Hauptgeschäftsführer Joachim Wollensak sagte in Stuttgart, er halte die Warnstreiks für unangebracht und kontraproduktiv.

Verdi fordert 4,8 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens jedoch 150 Euro sowie die unbefristete Übernahme der Auszubildenden und eine Fortsetzung der ausgelaufenen Altersteilzeitregelung. Hier gebe es eine große Erwartungshaltung, dass die laufenden Tarifverhandlungen für mehr als zwei Millionen Beschäftigte von Bund und Kommunen ein deutliches Einkommensplus bringen. Dass die Arbeitgeberseite noch kein Angebot vorgelegt habe, liege an den vereinbarten separaten Verhandlungsrunden zu Krankenhäusern und Sparkassen.

Related:

Comments

Latest news

Kino-Star Michael Gwisdek ist tot!
Zehn Jahre später wechselte Gwisdek ans Deutsche Theater und wurde in den 1980er-Jahren auch in der Bundesrepublik bekannt. Seine Trophäen-Ausbeute war groß und reicht vom Deutschen Filmpreis über den Deutschen Fernsehpreis bis zum Grimme-Preis.

Herzmuskelentzündung - Model Alena Gerber liegt im Krankenhaus
Das internationale Topmodel aus Bremen ist Mutter einer zweijährigen Tochter und ist beruflich wie privat sehr eingespannt. Schock-Nachricht von Alena Gerber: Die 31-Jährige liegt wegen einer Herzmuskelentzündung im Krankenhaus .

Nach Betrugsvorwürfen: Grenke lässt Aufsichtsratsmandat ruhen
Dabei gehe es darum, die Substanz des Geschäftes zu belegen und die Vorwürfe endgültig zu widerlegen, hatte Grenke erklärt. Der Finanzdienstleister Grenke hat eine unabhängige Untersuchung seines umstrittenen Franchise-Geschäfts angekündigt.

Kritiker von Chinas Präsident muss 18 Jahre ins Gefängnis
Der Immobilien-Unternehmer und Kritiker vom Präsident Xi Jinping , Ren Zhiqiang, ist in Peking zu 18 Jahren Haft verurteilt worden.

VW-Chef Diess warnt vor zusätzlichen Arbeitsplatzverlusten — Neue EU-Klimaziele
Diess 'Vorgänger Matthias Müller hat Ende 2017 die Abschaffung des Steuervorteils für Dieselkraftstoff eingeleitet. Gleichzeitig würden jedoch neue Arbeitsplätze geschaffen - möglicherweise in ähnlichem Umfang.

Other news