Fall Breonna Taylor: Polizisten bei Ausschreitungen in Louisville angeschossen

Bild zu Proteste gegen Rassismus in den USA- Louisville

In Louisville demonstrierten Tausende Menschen. Kentuckys Generalstaatsanwalt Daniel Cameron erhob jetzt zwar Anklage gegen einen der beteiligten Polizisten - allerdings nicht wegen der tödlichen Schüsse auf die 26-jährige Rettungssanitäterin.

Bürgermeister Greg Fischer hatte aus Sorge vor Ausschreitungen bereits am Vortag den Ausnahmezustand verhängt.

Polizisten in Louisville sichern eine Kreuzung, nachdem zwei ihrer Kollegen angeschossen wurden.

Die Empörung der Demonstranten war durch eine Entscheidung der Justiz von Kentucky ausgelöst worden, die auf eine Anklageerhebung gegen Polizisten wegen tödlicher Schüsse auf die Afroamerikanerin Breonna Taylor verzichtet hatte. Taylors Freund, der mit der 26-Jährigen im Bett lag, glaubte nach eigenen Angaben an einen Überfall, gab mit seiner Waffe einen Schuss ab und verletzte einen Beamten. Ihm wird deswegen eine fahrlässige Gefährdung des Lebens anderer in drei Fällen zur Last gelegt. Dort hielten sich zum fraglichen Zeitpunkt drei unbeteiligte Menschen auf, die allerdings unverletzt blieben. Sie blieben unverletzt, waren aber theoretisch in Gefahr. Cameron sagte, die beiden hätten in Notwehr und damit rechtmäßig gehandelt, nachdem Taylors Freund auf sie geschossen habe. Die Beamten in Zivil hatten die Wohnung bei einer nächtlichen Drogenrazzia gestürmt. Es kam zu einem Schusswechsel zwischen den Beamten und ihrem Partner, der von einem Einbruch ausging.

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Cameron wurde Taylor von sechs Kugeln getroffen, von denen eine tödlich war. Ein Beamter wurde entlassen - er wurde nun angeklagt.

Oscar-Preisträger George Clooney (59), der in Kentucky aufgewachsen war, mischte sich am Mittwoch in den Fall ein.

Das Justizsystem, in dem er aufgewachsen sei, habe die Menschen für ihre Taten verantwortlich gemacht.

In den USA finden seit Monaten landesweite Demonstrationen gegen Rassismus und exzessive Polizeigewalt statt. Während der Proteste wurden immer wieder auch Taylors Bild gezeigt und ihr Name genannt.

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