Südkoreas Militär wirft Nordkorea Erschießung eines Südkoreaners vor

Nordkoreanische Soldaten salutieren auf dem Mansu-Hügel anlässlich des 72. Jahrestages der Gründung des Landes

Ein südkoreanischer Ministeriumsbeamter ist nach Medienberichten möglicherweise von nordkoreanischen Soldaten bei dem Versuch erschossen worden, sich während einer Schiffsfahrt an der Seegrenze in den Norden abzusetzen. Er hatte sich nach Angaben des Verteidigungsministeriums auf einer Kontrollfahrt etwa zehn Kilometer südlich der Seegrenzlinie vor der Westküste Südkoreas befunden, als er plötzlich vom Schiff verschwand. Das habe die Auswertung geheimdienstlicher Informationen ergeben. Nordkorea äußerte sich zunächst nicht dazu. Der Nationale Sicherheitsrat verurteilte das Vorgehen Nordkoreas.

Die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap hatte am Mittwoch unter Berufung auf Informanten über den Vorfall berichtet.

Der Beamte war bereits am Montag als vermisst gemeldet worden. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Mann nach Nordkorea absetzen wollte.

Demnach hatte am Dienstag ein nordkoreanisches Patrouillenboot den mit einer Rettungsjacke bekleideten Mann im Meer aufgespürt. Die Besatzung habe sich Gasmasken aufgesetzt und ihn aus sicherer Entfernung befragt.

Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea während einer Sitzung des Politbüros der Partei der Arbeit Koreas
Kim Jong Un, Machthaber von Nordkorea während einer Sitzung des Politbüros der Partei der Arbeit Koreas

Laut Yonhap gibt es Informationen, wonach Nordkorea nach der Erschießung die Leiche des Beamten als Maßnahme gegen eine Verbreitung des Coronavirus verbrannt hat.

Der Befehlshaber der in Südkorea stationierten US-Truppen, Robert Abrams, sagte vor zwei Wochen, Angehörige einer nordkoreanischen Spezialtruppe hätten einen Schießbefehl gegen mögliche Schmuggler aus China erhalten, um die Einschleppung des Coronavirus zu verhindern.

Südkoreas Geheimdienst untersucht Yonhap zufolge, was den Beamten dazu gebracht haben könnte, in das abgeschottete Nachbarland überzulaufen. Im Juli war ein Nordkoreaner, der vor drei Jahren in den Süden geflüchtet war, heimlich über die stark abgesicherte Grenze nach Nordkorea zurückgekehrt. Südkoreas Militär vermutete damals, dass der Mann von der grenznahen Insel Ganghwa nach Nordkorea hinübergeschwommen war.

Der Mann sei daraufhin von nordkoreanischen Sicherheitskräften erschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul auf Grundlage der Analyse von Geheimdienstinformationen weiter mit.

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