Kriegszustand nach Kämpfen um Unruheregion Berg-Karabach

Aserbaidschanische Militärs bei Kämpfen in Bergkarabach 27. September 2020

Der Konflikt könne nicht "auf dem Schlachtfeld gelöst werden", sagte Wladimir Dschabarow, Vize-Vorsitzender des Ausschusses für internationale Angelegenheiten des Föderationsrates.

Ein länger andauernder militärischer Konflikt könnte weitreichende Auswirkungen haben.

Die EU und Russland riefen zu einem sofortigen Ende der Kampfhandlungen auf, die Türkei bekundete ihre volle Unterstützung für Aserbaidschan.

Nach schweren Kämpfen mit zahlreichen Toten und Verletzten in der Konfliktregion Bergkarabach gilt in den verfeindeten Nachbarländern Armenien und Aserbaidschan der Kriegszustand.

In Armenien mobilisierte Regierungschef Nikol Paschinian in Eriwan bereits am Sonntag die Bevölkerung und verhängte im ganzen Land den Kriegszustand.

Die beiden Kaukasus-Staaten Armenien und Aserbaidschan befinden sich seit fast 30 Jahren in einem Konflikt um die Kontrolle über die mehrheitlich von Armeniern bewohnte Region Berg-Karabach. Es soll zahlreiche Verletzte und rund zehn Tote unter den Soldaten in dem Südkaukasus-Gebiet geben. Damit droht ein seit Jahrzehnten schwelender Konflikt wieder zu eskalieren.

Zwischen den verfeindeten Ländern kam es nach Angaben beider Seiten am frühen Sonntagmorgen zu den Gefechten. Die Hauptstadt Stepanakert sei beschossen worden, die Menschen sollten sich in Sicherheit bringen, teilten die Behörden in Berg-Karabach mit.

Nach Darstellung aus Baku und Eriwan dauerten die Kämpfe in der Region mit geschätzten 145 000 Einwohnern an.

Beide Seiten gaben sich die Schuld an den Gefechten. Der Sprecher der Regierungspartei AKP, Ömer Celik, verurteilte per Twitter vehement "Armeniens Angriff auf Aserbaidschan". Die armenische Armee hätte auch zwei aserbaidschanische Hubschrauber und drei Drohnen abgeschossen. Drei gegnerische Panzer seien getroffen worden. Baku dementierte dies und betonte, es handele sich bei den Gefechten um eine Gegenoffensive an der Frontlinie. Das Verteidigungsministerium erklärte am Sonntagnachmittag, sieben Dörfer im Konfliktgebiet zurückerobert zu haben. Das Parlament in der Hauptstadt Baku habe bei einer Sondersitzung bereits zugestimmt, meldete die aserbaidschanische Staatsagentur Azertac am Sonntag. "Von Reisen in die Nähe der Line of Contact um Bergkarabach und den besetzten Gebieten sowie in das gesamte Grenzgebiet zu Armenien wird dringend abgeraten", hieß es in den Reise- und Sicherheitshinweisen. Kerngebiet war die so genannte "Autonome Oblast Berg-Karabach", der Rest der Region wurde in die Sowjetrepublik Aserbaidschan eingegliedert.

Aserbaidschan hatte in einem Krieg nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion die Kontrolle über das Gebiet verloren. Alle Volljährigen würden zu den Waffen gerufen, sagte Berg-Karabachs Präsident Araik Harutjunjan in einer Krisensitzung des Regionalparlaments. Zuletzt flammte der Konflikt 2016 stark auf. Bei den Kämpfen starben rund 30.000 Menschen. Armenien setzt auf Russland als Schutzmacht, Moskau hat dort Tausende Soldaten und Waffen stationiert.

Das US-Außenministerium hat Aserbaidschan und Armenien nachdrücklich aufgefordert, "die Feindseligkeiten sofort einzustellen", nachdem aserbaidschanische Streitkräfte eine Offensive in Bergkarabach gestartet hatten. Zudem sollten Baku und Eriwan Gespräche aufnehmen, um die Situation zu stabilisieren.

Die benachbarte Türkei warf Armenien vor, internationales Recht zu verletzen. Aserbaidschans "autoritäres Regime hat dem armenischen Volk erneut den Krieg erklärt", sagte er im armenischen Fernsehen. Im Hintergrund stehen die Türkei und Russland auf verschiedenen Seiten. Präsident Recep Tayyip Erdogan sicherte Aserbaidschan nach einem Telefonat mit Präsident Ilham Alijew "verstärkte" Solidarität seines Landes zu. Pejcinovic Buric rief beide Seiten dazu auf, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um Menschenleben zu schützen.

EU-Ratschef Charles Michel zeigte sich in einem Tweet tief besorgt.

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