Soziale Netzwerke verschärfen Vorgehen gegen QAnon-Accounts

Ein QAnon-Anhänger hält ein Q das für die Bewegung steht in die Luft

Facebook werde alle Seiten und Gruppen sowie Instagram-Konten mit Verbindungen zu QAnon löschen, teilte das Unternehmen mit.

QAnon behauptet, es gebe eine kriminelle Organisation, die die USA beherrsche und sich gegen Präsident Trump verschworen habe. Künftig sollen alle Konten, Seiten und Gruppen mit Verbindungen zu QAnon aus den Netzwerken gelöscht werden.

Die Bewegung verbreitet Verschwörungstheorien - viele Anhänger in den USA unterstützen Präsident Donald Trump. Auch mehr als 300 sogenannte Hashtags - also Schlagworte - mit Bezug zu QAnon wurden deshalb in beiden Netzwerken blockiert.

Unter den QAnon-Anhängern sind viele Trump-Unterstützer.

Twitter, das bereits am 11. Juli Konten der Identitären Bewegung gesperrt hatte, weil sie Gewalt und Terrorismus verherrlichten, hatte ebenfalls Tausende Accounts der Bewegung gesperrt - Zehntausende sollten noch folgen, hieß es zuletzt.

Bei den Parlamentswahlen, die zusammen mit der Präsidentenwahl am 3. November anstehen, sind auf Seiten der Republikaner mehrere Kandidaten im Rennen, die Sympathien für QAnon-Ideen gezeigt haben. Und auch der US-Präsident hat sich bisher nicht klar von der Bewegung distanziert: Donald Trump hatte bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus gesagt, er wisse nicht viel über QAnon. Die Anhänger der Bewegung seien aber "Leute, die unser Land lieben".

In den USA und anderen Ländern hat in den vergangenen Monaten der Druck auf die Betreiber der großen Onlinenetzwerke stark zugenommen, gegen Hassbotschaften und Falschinformationen vorzugehen. Facebook und andere Internetunternehmen ergriffen in den vergangenen Monaten bereits diverse Maßnahmen gegen aufwiegelnde, manipulative und irreführende Botschaften auf ihren Seiten.

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