Deutschland - Coca-Cola streicht Stellen

Gewerkschafter zeigen sich empört.

Deutschlands größter Getränkehersteller baut - deshalb verschwindet eine traditionelle deutsche Marke aus dem Einzelhandel. Dann wird künftig ein Platz frei neben Fanta, Sprite und der klassischen Cola. "Dass der Weltkonzern Coca-Cola mitten in Corona-Zeiten allein in Deutschland hunderte Menschen ohne Not auf die Straße setzen will, ist verantwortungslos und unanständig", so Adjan. Der Softdrink-Gigant ist in Deutschland auch im Wasser-Geschäft vertreten. Apollinaris (existiert schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts) ist für Kunden bald nicht mehr im Supermarkt-Regal zu finden. "Dabei bietet Coca-Cola ein finanziell attraktives Leistungspaket an, das deutlich über dem Marktdurchschnitt liegt", sagt Pressesprecherin Christina Witt. Im Einzelhandel soll es dieses Wasser demnach ab dem kommenden März 2021 nicht mehr zu kaufen geben.

Coca-Cola European Partners Deutschland GmbH (CCEP DE) ist mit einem Absatzvolumen von mehr als 3,8 Milliarden Litern (2019) das größte deutsche Getränkeunternehmen. Einhergehend streicht der Konzern 485 Jobs.

Für den Sodenthaler Mineralbrunnen bei Aschaffenburg sucht das Unternehmen derzeit noch einen Käufer. Aufgrund des mit Niedrigpreisen umkämpften Markts soll die Produktion dort verkleinert werden. Im rheinland-pfälzischen Bad Neuenahr wird die Marke Apollinaris auf Gastronomie-Produkte beschränkt. Der Konzern will laut eigenen Angaben von betriebsbedingten Kündigungen absehen. Neben Abfindungen sollen alternative Arbeitsplätze in den Großräumen Frankfurt und Karlsruhe angeboten werden.

Massive Kritik wird auch seitens der Gewerkschaft Nahrung-Gesnuss-Gaststätten (NGG) laut.

"Uns ist bewusst, dass die geplante Schließung des Standorts in Liederbach sehr schmerzhaft für die betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist und ein schwerer Schlag für die Gemeinde, mit der wir viele Jahre eng zusammengearbeitet haben. Das ist reine Profitgier", erklärte Gewerkschafter Uwe Hildebrandt. Man werde gemeinsam mit den Betriebsräten um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Coca-Cola übernahm 2006 die traditionelle Marke.

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