Konjunkturhoffnungen stützen den Dax weiter

Frankfurter Wertpapierbörsedts

Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Der deutsche Leitindex Dax legte am Montag bis zur Mittagszeit um 0,19 Prozent auf 13 075,75 Punkte zu. Dies entspricht einem Minus von 0,3 Prozent gegenüber dem vorherigen Handelstag. Hierzulande veröffentlicht das ZEW-Institut am späteren Vormittag seine monatlichen Konjunkturerwartungen. Der MDax der 60 mittelgroßen Börsentitel sank um 0,70 Prozent auf 27.959,94 Zähler. Analysten hatten zwar mit einem Rückgang gerechnet, allerdings auf 72,0 Punkte, nach 77,4 Punkten im September.

Die jüngsten Kursgewinne von rund 600 Punkten im deutschen Leitindex seit dem Zwischentief Anfang Oktober führen Marktexperten vor allem auf die Zuversicht über eine sich fortsetzende Wirtschaftserholung, auf Unterstützungen durch die Regierungen weltweit und das Billiggeld der Notenbanken zurück. Die Aktien gewannen an der Dax-Spitze 1,4 Prozent. Bernstein nahm die Aktie des Konsumgüterherstellers mit "Outperform" in die Bewertung auf. Für Oktober dürfte daher wieder "etwas mehr Realismus einkehren", erwartet Helaba-Analyst Stefan Mütze. Eine mögliche Anteilsverwässerung belastete die Aktien des Biotech-Unternehmens. Die Aktien von Fraport verloren angesichts eines Rückschlags bei der Erholung des Passagieraufkommens im September 4,1 Prozent. Seit dem Tief der Ströer-Aktie im März habe diese inzwischen eine Rally um rund 70 Prozent hinter sich und sei damit wieder nahe an ihr Rekordhoch herangerückt, schrieb Analyst Julien Roch. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen nach gemischt ausgefallenen Zahlen zum dritten Geschäftsquartal. Die Kapitalerhöhung im Zuge des Einstiegs des Staatsfonds von Abu Dhabi störte die Anleger angesichts des neuen, langfristig engagierten Großaktionärs wenig. Die Anteilsscheine des Mobilfunkunternehmens wurden von JPMorgan zugleich weiter zum Kauf mit einem auf 3,60 Euro angehobenen Kursziel empfohlen. Während es für das Papier des Medizintechnik-Herstellers als eines der Index-Favoriten um 3,5 Prozent hoch ging, büßte der Titel des Außenwerbe-Spezialisten als drittgrößter Index-Verlierer 3,4 Prozent ein. Teamviewer profitierten ebenfalls mit plus 3,1 Prozent von einer Kaufempfehlung der Commerzbank.

Der Euro wurde am frühen Nachmittag zu 1,1791 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1795 Dollar festgesetzt. Der Nikkei-Index hatte zuletzt leicht zugelegt und mit einem Stand von 23.601,78 Punkten geschlossen (+0,18 Prozent).

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