Walt Disney: Streaming-Geschäft rückt in den Fokus

Das Walt Disney Co. Logo ist in der New York Stock Exchange auf einem Bildschirm zu sehen. Disney passt inmitten der Corona Krise seine Konzernstruktur an um sich künftig stärker auf den boomenden Streaming Markt auszurichten

In den drei Monaten bis Ende Juni fiel unterm Strich ein Verlust von 4,7 Milliarden Dollar (4,0 Mrd Euro) an, wie der Konzern am Dienstag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Burbank mitteilte.

Die Neustrukturierung soll es laut Chapek den für die Inhalte zuständigen Managern erlauben, sich stärker auf die Produktion von Filmen und Serien zu konzentrieren, während das Vertriebsteam entscheidet, wo diese Inhalte am besten gezeigt werden - etwa im Kino, in den traditionellen Fernsehsendern oder den Streamingdiensten.

Das seit März 2020 auch in Deutschland empfangbare Disney+ rückt in der Konzernhierarchie ganz nach oben, aber auch die anderen On-Demand-Video-Dienste wie ESPN+ und Hulu. In Zukunft liege der "vorrangige Fokus" auf den Streaming-Services des Unternehmens, erklärte Disney.

Walt Disney will sich mitten in der Corona-Zeit neu strukturieren und an den Markt anpassen.

Zuvor hatte der Investor Daniel Loeb mit seinem Hedgefonds Third Point den Konzern darauf gedrängt, auf Dividendenzahlungen zu verzichten und stattdessen die Investitionen in das Streaming-Programm zu verdoppeln.

Das Walt Disney Co. Logo ist in der New York Stock Exchange auf einem Bildschirm zu sehen. Disney passt inmitten der Corona Krise seine Konzernstruktur an um sich künftig stärker auf den boomenden Streaming Markt auszurichten

Das ist ungewöhnlich, weil aktivistische Aktionäre üblicherweise höhere Dividenden fordern, um den Profit zu maximieren. Lichtblick in diesem trüben Umfeld ist der Erfolg von Disney+: Das Streaming-Angebot wuchs - angetrieben nicht zuletzt durch die Ausgangsbeschränkungen - deutlich schneller als im Vorfeld erwartet. Mehr als 60 Millionen davon sind Disney+-Kunden. Die Aktie reagierte nachbörslich mit einem Kurssprung um fünf Prozent.

Der durch die Corona-Krise schwer gebeutelte Disney-Konzern organisiert sich neu.

Der Unterhaltungsriese verkündete, eine neue interne Sparte geschaffen zu haben. Im Gegensatz zu anderen Sparten hat das Geschäft mit der Plattform Disney+ in der Krise geboomt.

Die Neuausrichtung erfolgt in einer schweren Krise. Die Kündigung habe aber nichts mit der neuen Sparte zutun, wie Konzernchef Bob Chapek bekräftigte. Es gehe allein darum, "strategisch das Richtige zu tun".

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